26.12.16

Weihnachtskleid-Sew-Along-2016 FINALE


Frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr wünsche ich allen meinen Lesern!


Auch dieses Jahr habe ich es geschafft, mein Weihnachtskleid fertig zu nähen, und nach anfänglicher Skepsis bin ich nun doch recht angetan .  


Die Skepsis bestand vor allem darin, daß es nicht ganz so megabequem war wie ich dachte, es ist einen Tick knapp unter den Armen und das, obwohl ich ja jeden Schnitt mit meinem Basisschnitt abgleiche. Nach einem Heiligabend tragen muss ich aber sagen, es stört doch nicht so wie ich zunächst dachte und ich fühle mich sehr wohl darin.


Die Fotos entstanden heute auf dem frisch ausgebauten Dachboden. Da ist es im Moment noch schön leer und hell wegen zweites OG, und weil es jetzt gedämmt ist ist es auch garnicht mehr kalt.


Die Fotos hat Sohn 1 gemacht, Sohn 3 fand die Aktion natürlich auch sehr amüsant, wie man sieht.
Links von dem was auf den Fotos oben zu sehen ist, erstreckt sich eine große Gaube Richtung Garten.


Zurück zum Kleid: Den Stoff für das Oberteil habe ich vom Annäherungstauschtisch bekommen. Es war ein recht kleines Stück, konnte kaum für mehr als ein Oberteil reichen. Aber er rief ganz laut Weihnachtskleid! Der Stoff hat eine Crepestruktur und ist ziemlich dünn, er fällt toll und fühlt sich schön an, ich nehme aber an es ist irgendwas mit Poly. 
Um nicht garzuwenig bedeckt zu sein, wollte ich das Oberteil füttern. Als Rock dachte ich an einen angefangenen Rock aus Wollcrepe in schwarz, den ich von der Ufo-ausmisteaktion gerettet hatte. 


Am Samstag vor dem vierten Advent kam ich dann endlich zum Zuschneiden. Für das Oberteil hatte ich mir ein Wasserfall-Ausschnittkleid aus der Knip bzw. Fashion Style 8/15 ausgesucht, im Heft ist das ein Ärmelloses Kleid, aber die Ärmel eines anderen Kleides passen dran und die habe ich dann noch verlängert und leicht ausgestellt. Die Teile haben gerade so auf den Stoffrest gepasst, z.T. nicht im Fadenlauf, was ich angesichts des gut fliessenden Stoffes wagen konnte. Die Ärmel habe ich so lang geschnitten, wie es ging. Den Ärmelsaum habe ich mit einem Gummi eingehalten, dazu habe ich ein schmales gedehntes Gummi ganz knapp auf die Schnittkante genäht, eingeschlagen und festgenäht, diese Methode geht flott und verbraucht extrem wenig Saumlänge.


Der zuerst gedachte Rock war dann eine Vollkatastrophe, flusig, nicht schön in der Form, klebte wie blöd überall an den Beinen, der Saum sah auch nach nix aus...grässlich. Als auf Instagram ein Bild vom altbewährten Frau-Kirschekleid auftauchte entschied ich mich spontan für den Rock von dem. Das Kleid steht in der Knip 9/11, der Rock besteht nur aus einem Schnittteil mit Kräuselung, das war sogar kurz vor Heiligabend noch schnell zu machen. Dafür opferte ich einen alten Konzertrock meiner Mutter, den ich schon bestimmt drei Umzüge mit mir rum schleppe weil man ja noch irgendwas daraus machen könnte.


Ich freue mich auf ein weiteres Familienfest heute in diesem Kleid, bevor ich heute Abend zu Humperdincks Hänsel und Gretel noch in den Dienst muss.
Euch wünsche einen gemütlichen Jahresausklang und ich einen guten Rutsch ins neue Jahr!



Alle weiteren Finalistinnen zeigen sich hier im MMM-Blog, Dodo und Yvonne haben ganz zauberhaft durch den Sew-Along geführt und sehen prächtig aus in ihren Kleidern!

21.11.16

Weihnachtskleid-Sew-Along Teil 1 und 2


Den ersten Termin habe ich glatt verpennt, dann Reihe ich mich hier gleich mit Teil 1 und 2 ein. 
Dieses Jahr war die Qual der Wahl "was nähe ich denn?" und "was für einen Stoff soll ich nehmen?" ganz schnell und eher zufällig erledigt. Auf dem Tauschtisch bei der Annäherung in Würzburg fand ich diesen geblümten, wunderschönen Viskose? Poly?-Stoff. Ein Rest, ich fürchte kaum 60cm. So hübsch wie er war hatten ihn glaube ich viele in den Fingern aber was daraus machen?
Nach einer Weile drumrum schleichen hab ich ihn genommen und fand, er würde ein schönes Oberteil zu einem zweifarbigen Kleid ergeben, oben geblümt und unten schwarz.
Da der Stoff wunderschön fällt hatte ich gleich einen Wasserfallausschnitt im Sinn, lange Ärmel braucht es nicht, dann ziehe ich lieber eine Jacke drüber. Dazu ein eher schmaler vielleicht knielanger Rock, je nachdem, mal sehen. So in etwa:


Schwarze Reste habe ich natürlich reichlich, tatsächlich habe ich sogar einen halbfertigen langen Rock aus einem schönen Wollcrepe, ich habe neulich großzügig aussortiert und weggeschmissen und da blieb dieser Rock als Teil eines Ufos übrig, er ist fast bodenlang, da lässt sich also einiges an Rockmöglichkeiten draus schneiden.
Zurück zum Schnitt:
Es gibt in meiner Sammlung sogar ein passendes Schnittmuster, dieses hier deckt sich ziemlich mit meiner Vorstellung:


Allerdings hat ein Blick in den Schnittplan ergeben, daß dafür der Stoff wahrscheinlich nicht reichen wird, zum einen ist hier eine Art Hemdchen unter dem Wasserfall, zum anderen schneiden sie das Wasserfallteil schräg, das verbraucht eine Menge Stoff. Na, ich gucke mir das nochmal an, aber ich glaube das wird so nix.


Bei Knip bin ich aber zum Glück auch fündig geworden, hier im Heft 8/15 gab es mal ein Baukastenkleid, Modell 16, da kann ich die kurzen Ärmel ansetzen und mir einen passenden Rock aussuchen. Ich glaube, das wird es, dank der Prinzessnähte lässt es sich gut anpassen, Taillenband ist immer gut, was will ich mehr!

Und jetzt noch ein Rückblick auf meine Vorjahres-Weihnachtskleider. Wie oben erwähnt habe ich neulich großzügig ausgemistet (Stichwort magic cleaning von Marie Kondo) bzw. bin noch dabei. Dieser Aktion ist ein Großteil des Schrankinhaltes zum Opfer gefallen und damit auch einige Weihnachtskleider. Klingt brutal, war aber gut. Ich bin ganz schlecht im Ausmisten und daher froh, daß es bisher so gut geklappt hat. 

Das Probekleid von 2015, trage ich oft im Dienst, Harriet von La Maison Victor. Das spätere "Endkleid" gefiel nicht so gut und ist entsorgt.

2014, sehr schönes Kleid, ein alter Schnitt von Simplicity (?) gern getragen, wegen Flutsch- und Leierviskose aus der Form geraten und entsorgt.


2013, ein Vogueschnitt, war etwas zu weit am Ausschnitt und wartet noch auf Änderung. Tolles Kleid, hängt noch im Schrank, muss ich direkt mal drangehen. Die Jacke ist ein Knipschnitt.

2012, Colette Licorice, absolutes Lieblingskleid, obwohl es einige Änderungen vertragen hätte können.

2011, Kleid aus der Oktober, schöner Schnitt, leider zu eng und dann Wolle...viel zu warm. Es gab leider keine Gelegenheiten mehr es zu tragen. Ist entsorgt.



Alle anderen Traditionsnäherinnen finden sich hier auf dem MMM-Blog bei Dodo und Ivonne

16.11.16

MeMadeMittwoch am 16.11.2016



Alte Liebe rostet nicht, ich trage heute ein Knipkleid bzw. eins aus der Fashion Style. Zuerst habe ich es bei danafeinstöfflich auf der Annäherung gesehen, und es rief förmlich nach mir. Netterweise war der Schnitt aus dem aktuellsten Heft, das war die Nummer 9/16, das war dann zuhause schnell besorgt.


Für ein allday-favorite habe ich einen dunkelblauen Jersey vom Markt gewählt, ich finde es jetzt fast ein bisschen zu schlicht und überlege auf den Saum noch eine Borte oder zwei weisse Bänder aufzunähen, Allurescat hat ein solches Kleid gezeigt. Matrosenstil mochte ich schon zu Teeniezeiten und habe damals gefühlte Stunden mit Aufnähen von Litze auf Krägen zugebracht...


Zurück zum Kleid, der Schnitt ist toll, sitzt gut, ich habe kaum was geändert, was aber dank der Teilungsnähte im Oberteil leicht möglich wäre. Der Rock ist geteilt, aber nur aus optischen Gründen, damit lässt sich u.U. auch Schnitttetris machen, je nach vorrätiger Stoffmenge.




Alle anderen mittwöchlich gewandeten Selbernäherinnen findet ihr hier, heute mit der zauberhaftem Himmel und Zwirn in einem wahrhaft himmlischen Kleid!

9.11.16

MeMadeMittwoch am 9.11.16 in Raven

Passend zur heutigen tagespolitischen Stimmung habe ich mich heute in Schale geworfen. Ich bin nicht besonders gut im politischen Statements formulieren, aber ich finde "schwarz" und "Sack" treffen die Gemütslage ganz gut. Dazu die Kette mit Perlen in trüben Herbstfarben.
Stiefel, mit denen man gut zutreten könnte...ok ich höre auf. Es ist doch wirklich zum Heulen.

Wenn wir ganz sachlich bei der Klamotte bleiben, handelt es sich bei dem schwarzen Sack um das Kleid Raven aus der letzten La Maison Victor. Ich hätte es schnöde überblattet, ja ich hätte nicht mal das Heft gekauft, aber dann habe ich soviel schöne Ravens im Netz gesehen bei Wollixundstoffix und langsame Schildkröte z.B. daß ich mir die Ausgabe doch zugelegt habe. Für einen ersten Versuch (ein bisschen skeptisch war ich schon) habe ich mir ein Dienst-Raven gegönnt, dafür einen lange gelagerten Meter Romanit (was mich da geritten hat, das reicht ja für nix) mit einem Rest Viskosejersey für die Ärmel kombiniert. Das Ergebnis gefällt mir ausgesprochen gut.

Zum Thema Säcke fiel mir übrigens noch ein, daß in Dänemark fast ausnahmslos alle Frauen, die irgendwie modisch mitmischen wollten schwarze Säcke anhatten. Alle! Die waren alle blond natürlich und trugen dazu dann flache Turnschuhe (ich war ja im Sommer da). Das war letztes Jahr schon so und gefiel mir damals eigentlich schon. Dann lassen wir den Trend mal nach Deutschland schwappen, oder wie? Bequem ist es jedenfalls!


Alle anderen die sich an diesem schwarzen Mittwoch in die Kleiderriege einreihen wollten findet ihr hier auf dem MMM-Blog


21.10.16

Chickadee Kinderjacke die dritte

Sommerzeit ist Strickzeit und ich habe eigentlich einiges fertig bekommen.
Leider ergibt es sich bei mir in letzter Zeit öfter, daß ich am Ende eines Projektes so dringend das nächste schon anfangen muss, daß das alte unvernäht wie ein ungeliebtes Stück Wäsche in der Tasche versauert. Deswegen kann ich Euch jetzt erst nach und nach die Ergebnisse zeigen.
Über die blaue Jacke hatte ich hier schon geschrieben, es gibt noch einen schönen Schal und eine Jacke für meinen Mann. Heute zeige ich Euch die neue Jacke für Konstantin.


Es ist schon seine dritte, hier ist die erste und hier die zweite. Es mag etwas langweilig erscheinen, dauernd die gleiche Jacke zu stricken, aber mir gefällt das Muster so gut und er trägt sie auch gerne. Diesmal erkannte er sie anhand der Bordüre sogar gleich als seine, obwohl er die Jacke noch nie anhatte und sie grün statt grau ist.


Reste hatte ich jetzt keine mehr, die grüne Wolle habe ich für die Jacke gekauft. Es ist Baby Merino von Drops.


Letzten Sonntag war hier so herrliches Wetter, daß wir erst im Biergarten waren (ok, es müsste eigentlich Weingarten heissen, wir sind schliesslich in der Pfalz...) und anschliessend auf der Alla-Hopp-Anlage in Ilbesheim. Alla-Hopp-Anlagen sind riesig dimensionierte tolle Spiel-und Bewegungsplätze (für jung und alt) von denen hier drei in der näheren Umgebung zu finden sind. Sie sind gestiftet von der Dietmar-Hopp-Stiftung (Stichwort SAP). Die in Ilbesheim wurde erst vor wenigen Wochen fertig und ist wie die zwei anderen die wir gesehen haben total klasse.


Das graue hier ist eine riesengroße Betonskulptur mit mehreren Rutschmöglichkeiten unter anderem durch diesen kleinen Tunnel.


Konstantin ist bestimmt 10mal wieder drum herum hoch gelaufen und runter gerutscht. Und das rothaarige Mädchen hatte eine Weile lang Spaß ihn zu begleiten.




12.10.16

MeMadeMittwoch am 12.10.2016

--Dieser Post erschien im MMM-Blog. Der Vollständigkeit halber erscheint er auch bei mir.--

Herzlich Willkommen zum MeMadeMittwoch am 12.10.2016, ich bin Katharina und blogge sonst unter sewing addicted


Ich zeige Euch heute ein Herbst-Outfit in dunkelblau aus einem Sommerkleid und einer wärmenden Strickjacke. Die Jacke habe ich im Sommer gestrickt, dafür das Kleid erst am letzten Wochenende genäht.
Die Kombi hat sich als sehr angenehm herausgestellt. Eigentlich fand ich es etwas verwegen euch heute ein Sommerkleid zu präsentieren, aber mit der farblich so gut passenden Strickjacke hat es kaum etwas sommerliches und ich habe mich heute sehr wohl gefühlt darin.
Das Kleid ist wie gesagt ganz neu, ich habe es auf der Annäherung-Süd am letzten Wochenende in Würzburg genäht. Ich bin noch ziemlich beseelt vom Nähnerd-Flausch, ach es war wieder toll!
Ich war letzte Woche eigentlich sehr gestresst und dienstmässig sah es auch eine Weile so aus als ob ich absagen müsste, letztendlich konnte ich doch fahren und war so froh daß ich dort war!


Weil bei mir aber alles so knapp war mit der Planung hatte ich nichts rausgesucht oder gar zugeschnitten, nur schnell die Zutaten für zwei Projekte zusammengeklaubt ohne groß drüber nachzudenken. Dieses ist das zweite Kleid das ich genäht habe. Die Stoffe hatte ich im Urlaub in Dänemark gekauft, der gemusterte war eher für Deko oder sowas gedacht, aber allein daß er im Stapel auf dem dunkelblauen lag schrie schon so danach, daß die zwei zusammen gehören. 
Ich habe zwei ältere Sommerkleider, bei denen ich so eine Bordüre aus gemustertem Stoff an den Rock angesetzt habe, die trug ich im Sommer sehr oft, da kann gerne noch eines her, fand ich.


Die Fotos hat ein lieber Kollege im Hof bei einer Freundin gemacht, hier gebe ich wohl noch Anweisungen...


...und lustig war es auch. Nett mit der Mauer und den Wäscheleinen, nicht wahr?


Das Kleid ohne die Strickjacke. Es handelt sich um einen...*trommelwirbel* Knipschnitt! 
Ok, das war klar. Der Schnitt ist von 2011, meine anderen Kleider habe ich 2012 genäht. Wenn sich ein Schnitt so viele Jahre als tragbar erweist ist das doch sehr erfreulich! Der abgepauste Schnitt ist noch aus der Zeit vor den Basisschnittanpassungen, das war mir für dieses Kleid wurscht, die anderen trage ich ja auch so.


Hier noch der Musterstoff von nah, ein Kissen wird der bestimmt auch noch.


Auch die Jacke ist ein Schwesterstück, und zwar zu dieser grauen. Auch die trage ich sehr oft und wollte gerne noch eine solche universelle Jacke in dunkelblau haben. Das Strickmuster ist Gweneth von Cecily MacDonald in etwas kürzer und mit zusätzlichem Muster an den Ärmeln. Gestrickt habe ich Drops Babymerino in marine, die Farbe ist hier aber viel zu grau, dafür sieht man das Muster gut.


21.9.16

MeMadeMittwoch am 21.9.2016


Ich vermute einer der heissbegehrtesten Stoffe diesen Frühling war der Turmspringerinnenstoff. Ich weiss nicht mehr, wo er zuerst zu sehen war und es gab auch kaum ausdauernde Quellen, aber er tauchte von Berlin über Hamburg bis ins Ausland in verschiedenen Farben immer wieder mal auf.
Ich habe meinen in Portugal bei the sweet mercerie bestellt. Jedenfalls glaube ich , er kam aus Portugal und die Seite ist aus was für einem Grund auch immer in französisch.



Das Sommerkleid was ich vor dem Urlaub genäht habe, trägt sich sehr gut und hat sich somit sehr bewährt. Damit hat sich der Schnitt unbedingt für diesen Streichelstoff empfohlen. Den Ausschnitt habe ich wieder frei Schnauze geändert, damit ist er einen Tick anders als beim rotweissen. Ausserdem kommt es mir ein bisschen größer vor, aber was soll's.


Die Knitter müsst ihr entschuldigen, ich habe das Kleid schon drei Tage an. Die Länge fand ich anfangs etwas ungewohnt lang, aber auf den Fotos finde ich es eigentlich ok. Ich hatte beim ersten schon das Gefühl, es ist zu lang, wusste aber nicht mehr, wieviel ich kürzen soll. Jetzt lasse ich es wohl so.


Alle anderen Selbernäherinnen finden sich auf dem MMM-Blog, heute zeigt Dodo einen wunderschönen Rock, die Kombination könnte ich mir für mich auch gut vorstellen.