8.12.14

WKSA Teil 3 und 4

Zuallererst möchte ich auch hier nochmal auf unsere Spendenaktion hinweisen, ich bin wie die ganze MMM-Crew total begeistert, daß ihr auch dieses Jahr so toll mitgemacht habt, Wahnsinn! Wir haben einvernehmlich beschlossen, bei dem guten Start das Spendenziel noch ein Stückchen hochzuschrauben, jeder Euro bringt uns näher an eine weitere Ausbildung einer Frau in Afghanistan, das ist super!!! Und lasst Euch überraschen, das Goodie wird glaub ich ganz toll.

In der letzten Woche habe ich vergeblich auf ein Zeitfensterchen gehofft um mit dem Weihnachtskleid weiter zu kommen, aber nix wars! Eingestiegen war ich erst zwei Tage vor dem dritten Termin, jetzt passt der nächste Zwischenstand halt zum vierten besser, also los!

30.11.: Ich bin in Stimmung, erste Nähte sind gemacht oder wahlweise Endlich hab ich angefangen

Hier passt das zweite ganz gut, den Anfang machte nämlich das Ankommen und für gut Befinden des Stoffes, der erfreulicherweise genauso aussieht wie auf dem Foto im Shop. Natürlich hätte er etwas dicker sein können, aber haben wir Viskosejersey schonmal dicker bekommen als erwartet? Eben. 




7.12.2014 WKSA Teil 4:
Uah, es passt nicht, das muss ich ändern / Ich habe diese schwierige Stelle gemeistert und bin stolz wie Bolle! / Das sieht doch schon ganz gut aus, oder? / Ich hab ein Hängerchen und brauche Motivation!


Bei mir passieren die meisten Änderungen vor dem Zuschnitt, also im Schnittmuster. Dafür hatte ich mir mal einen Basisschnitt erstellt und korrigiere seitdem die Schnitte anhand dieser Schnittteile. Das funktioniert sehr gut und ich habe so eigentlich immer tragbare Ergebnisse, an denen ich kaum noch was ändern muss. Nach Kind drei habe ich eine Weile gezweifelt, ob der Basisschnitt schon wieder passt, aber ich habe ihn diesmal wieder benutzt. Da der Stoff dehnbar ist wird er die restlichen Zentimeterchen für den Stillbusen liefern können ;-)

Ich hab Fotos gemacht und zeige Euch hier mal wie ich vorgehe:



Zier Erinnerung, das ist mein Schnitt, ein als Housecoat deklariertes Kleid mit großem Kragen aus den 50ern, Simplicity 3749. Die Größe entspricht laut Maßangaben eigentlich nicht meiner bevorzugten Kleidergröße, 14 wäre eine Nummer zu klein, aber man weiss ja nie so genau wie es ausfällt.


So sieht das dann aus, wenn man einen Vintageschnitt auspackt, ein Häuflein in diesem Fall schon ausgeschnittener dünner Papierschnittteile, evt. schon seit Jahrzehnten nicht mehr aufgefaltet gewesen. Irgendwie immer wieder ein bisschen heilig, sowas auszubreiten...


Erstmal lauwarm bügeln, sonst wird das nichts.


Da ich an dem alten Schätzchen nichts rumschnibbeln möchte werden die relevanten Teile (Vorderteil, Rückenteil und Ärmel) erstmal 1zu1 abgepaust. Ich hab diesmal Papier genommen statt der dünnen Baumarktfolie, damit ich abgeschnittene Teilchen besser kleben kann.


Erster Blick mit dem darüber gelegten Basisschnitt (blau), ganz erfreulich, so weit weg ist es garnicht. An der Taille fehlt ein gutes Stück und die Schulterlinie muss ich korrigieren. Zu lang ist es auch, aber das ist ja ein kleineres Problem.


Hier habe ich vergessen ein Foto vom aufgelegten Basisschnitt zu machen, das ist das Vorderteil mit dem Kragen. (Den Basisschnitt sieht man untendrunter durchschimmern, allerdings verrutscht)
Das rote sind die Korrekturen, so werde ich also zuschneiden.
Wie erwartet war hier vor allem die Höhe des Armlochs ein Stück zu niedrig, das muss ich eigentlich immer ändern, hinten fiel es aber kaum ins Gewicht. Die Abnäher stimmen von der Weite fast überein, Taillenweite und Länge muss ich hier auch ändern. Ich habe also die Abnäherspitzen nach unten verlegt und dazu passend die Knopflöcher (die müssen zur Brust passen, sonst steht die Knopfleiste auf), der untere Abnäher könnte immer noch zu hoch sein, aber das prüfe ich am genähten Teil.
Ich habe den Kragen etwas nach aussen verlegt weil mir der Halsausschnitt zu eng vorkam, mittlerweile zweifele ich aber, ob ich wirklich soviel verschieben darf. Diese angeschnittenen Krägen sind eine typische 50er Jahre Schnittführung und nicht so einfach zu ändern wie z.B. die Taillenweite. Evt. probiere ich das mal mit einem Probestück. Ich hatte diese Änderung neulich an einem anderen Kleid und da war es nicht ganz so geworden wie gehofft.
Für diese Kragenform muss man aber auf jeden Fall das nach oben stehende Stück, was am Rückenteil den Kragen bildet, entsprechend dem vergrösserten Ausschnitt vom Rückenteil verlängern.

Wie man gut erkennen kann ist alles locker aus dem Handgelenk eingezeichnet, ich mache also kein Riesenaufhebens drum, mein Augenmass ist eigentlich ganz gut. Letzte Korrekturen muss ich eh am fertigen Kleid machen.


Bei der Schulternaht vom Rückenteil habe ich einen Teil der Höhe zugegeben der beim Vorderteil gefehlt hat, ich denke, sonst rutscht mir die Naht zu sehr nach hinten. Oder wäre das wegen des angeschnittenen Kragens notwendig? Das sind so Details, die ich noch nicht so raushabe.


Dann geht es weiter mit dem Ärmel, die Armkugel habe ich abgepaust. Die gemachten Änderungen an den Oberteilen habe ich abgemessen (so supergenau bin ich nicht, halt so pie mal Daumen) und an der Armkugel an mehreren Stellen die entsprechend nötigen Zugaben eingezeichnet.


Den Ärmel habe ich dann einfach an mehreren Stellen eingeschnitten, in der passenden Weite auseinandergezogen und aufgeklebt. Den unteren Teil habe ich erst dann drangezeichnet.

Jetzt kann ich die Belege an den neuen Oberteilen abpausen und die Rockteile mit mehr Weite versehen, dann sollte es eigentlich passen!

Wie weit alle anderen sind kann man hier nachlesen.

3.12.14

MeMadeMittwoch am 3.12.2014 im Annäherungskleid

Willst Du schnell was fertig haben, suche in den UFO-Schubladen!


Reim dich oder ich fress Dich. Irgendwie bin ich immer noch im Aufräummodus und habe neulich mal meine Ufo-Schublade durchgeschaut. Huch, was da alles drin war! Die ganzen zu reparierenden Kindersachen habe ich mal auf den Speicher geräumt, die passen dann Nr.3 irgendwann. Was hatte ich bloss mit denen vor, als der noch nicht in Sicht war?? Gut, daß er das jetzt Alles auftragen kann. Armes Kind, da sind kistenweise alte Kindersachen...


Zurück zu den Ufos, da fand ich auch das Annäherungskleid, ein Vogue 1044, originalverpackt in der Tüte in der es aus Bielefeld wieder nach Hause kam. Ein kurzer Anprobierversuch ergab, daß das Oberteil netterweise passt, trotz Stillbusen, und das mit der Knopfleiste ist perfekt für jetzt, also machte ich mich mal an die Fertigstellung.


Ich hatte damals beim Zuschnitt murks gemacht und der Rock war zu kurz geraten. Im Prinzip fehlte also ein Stück Stoff für die Länge und den Saum, ich hatte aber nur noch ein langes schmales Stück Rand und musste stückeln. Merke: Bei großen Rockteilen zuerst diese zuschneiden und die kleineren Oberteilteile drumrum drapieren, andersrum reicht u.U. der Stoff nicht.


Das mit dem Karomangement war nicht so gut geraten, aber das ist mir jetzt egal.

Ich habe also Streifen im gleichen Rapport Karomuster zugeschnitten, die aneinandergenäht und das unten angesetzt, immerhin die vertikalen Linien vom Muster fortsetzend.



Das zweite unfertige war der Abschluss der Knopfleiste, die endete in Bauchhöhe in einem 20cm langen Schlitz, ohne aussen sichtbaren Verschluss. Was da in den alten Schnittmustern steht ist manchmal etwas seltsam, ich wusste auch garnicht mehr wie es sein soll und war zu faul das SM rauszusuchen..., ich habe jetzt einfach einen Haken innen angebracht und den Schlitz noch ein Stück zugenäht, vielleicht nähe ich da zur Sicherheit noch eine Art Untertritt drunter, das scheint mir das einfachste zu sein. Ein Gürtel wäre auch nicht schlecht.



Ansonsten gefällt es mir sehr gut. Die Raffinesse vom Oberteil geht zwar in dem Karomuster etwas unter, aber hübsch ist es allemal. Der Stoff ist etwas ätzend zu verarbeiten, er lässt sich nämlich kaum bügeln. Die zugeschnittenen Saumstreifen sind regelrecht wieder zusammengeschnurrt als ich sie glätten wollte. Aber das ist wahrscheinlich auch der Grund warum es jetzt schon passt, das crinkle-hafte macht nämlich eine gewisse Dehnbarkeit, sehr nett das.



Heute nach dem Kinderchor gehen wir schön auf den Weihnachtsmarkt (brrr, kalt draussen!!), da zieh ich meinen kuscheligen Gertie-Mantel an und mein Nuvem um den Hals.


Alle anderen versammeln sich heute bei Claudia auf dem MMM-Blog.

28.11.14

WKSA Teil 1 und 2 - "Vorsicht an der Bahnsteigkante..." jetzt aberschnell!


Puh, gerade noch. Ok, ich hätte ja noch ein paar Tage, aber, psst, ich bin ja nicht nur hiermit im Rückstand, die Jacke muss ich auch noch verbloggen, bald kommt wieder der Monatsrückblick und ich hätte da noch ein Buch zu zeigen... Nun gut, ich komme zu, sagen wir, wenig, ist ja auch kein Wunder.
Also, den Weihnachtskleid-Sew-Along wollte ich mir nicht entgehen lassen, diese Tradition habe ich mir die Jahre über auch zu meiner eigenen gemacht, nicht nur durchs Hosten bei den letzten beiden Male. In denen ich dadurch immer pünktlich sein musste, btw., wie entspannend das ist sich jetzt mal noch ganz hinten anstellen zu können, lalala...
Dieses Jahr freue ich mich, daß Juli und Dodo frischen Wind in die Sachen bringen.

Für den ersten Termin gab es diese Themen:

Ich bin 1a vorbereitet und habe schon alles zusammengesucht / Weihnachten ? Ist nicht noch Sommer ? / Ich such nach Inspiration und guck mal, was die anderen machen / Schnitt da aber kein Stoff oder andersrum ? / Kleine Rückblende : mein Weihnachtskleid 2013/2012/2011


1.: 1a vorbereitet? Ähem, nein.
2.: Der Sommer ist seit dieser Woche definitiv rum, hier sinds 4°C morgens, ausserdem hatte ich schon gefühlt die erste Adventsmugge, h-Moll Messe. Ok stimmt, kein Weihnachtsstück, gilt nicht.
3.: Ja, das mit den Inspirationen hatte ich mir erhofft, ich werde mal schauen, denn einen
4.: Stoff habe ich mir schon ausgeguckt. Der vorhin eilig zusammengeklaubte Stapel potentieller zukünftiger Weihnachtskleider liegt nämlich neben mir, ich drehe und wende immer mal beim Schreiben und hoffe auf Eingebungen. Einen habe ich mittlerweile beiseite gelegt, aber überzeugt bin ich nicht.

Nix dabei? nix dabei. Ich MUSS was kaufen, das sehen Sie doch ein, angesichts dieses Elends, oder?

5.:Was hatte ich also die letzten Jahre an?

2011 ein dunkelblaugraues Wollkleid in einem Oktober-Schnitt mit roten alten Glasknöpfen


Mein Fazit: Ein sehr schönes Kleid aus einem tollen, edlen Material. Leider passt es mir nicht mehr (wie auch, zur Zeit) und auch sonst gab es seither wenig Gelegenheiten es zu tragen, schade eigentlich! Kommt aber nicht weg, dafür mag ich es zu sehr.


2012 ein grauschwarzes Kleid nach dem Licorice-Schnitt von Colette:


Mein Fazit: Dieses Kleid habe ich gerne und oft getragen, es ist luftig, weil es aus dünner Baumwolle ist und die Farbe ist schön aber neutral. Leider war es noch vor (also ohne) meinem Basisschnitt entstanden und ist ein wenig zu kurz in den Armlöchern. Wichtige Erkenntnis: Mir liegen BW-Stoffe und halsferne Schnitte





Fazit: Dieses Kleid hätte ich öfter getragen, wenn es gepasst hätte, das Oberteil ist zu weit, das geht so nur mit Jacke. Ansonsten fühle ich mich in einem solchen Schnitt sehr wohl und habe den modifiziert noch zweimal genäht. Ohne Knopfleiste kann ich das in der Stillzeit aber nicht tragen, also verschiebe ich die Änderung auf nächstes Jahr. Die Jacke finde ich sehr konzertalltagstauglich.

Und was wird es dieses Jahr?

Damit wären wir bei Teil 2, der da lautet:

23.11.2014 WKSA Teil 2:
Oh, so ein schönes Schnittmuster wird da genäht, ich entscheide mich schnell um / Ich habe mich für mein Traumkleid entschieden und bleibe dabei / Ich nähe mal lieber erst ein Probemodell / Schnitt kopieren, zuschneiden, wer sagt eigentlich, dass Nähen Spaß macht? 

Wie gesagt, da war dieser Stapel durchaus weihnachtskleidtauglicher Stoffe, einige hatte ich die Weihnachten zuvor schonmal als mögliche Kandidaten ausgeguckt, aber irgendwie überzeugten sie mich auch dieses Jahr nur so halb. Halb insofern, als ich mir mindestens einen Stoff schon vorstellen konnte, mir aber einfach kein passender Schnitt einfallen wollte.

Apropos Schnitt. Ich dachte, Nee, die Schnitte guck ich jetzt nicht nochmal durch, das hab ich ja schon hundertmal gemacht. Und dann hab ich folgerichtig meine Schnitte durchgeschaut, weil, das kann man ja nicht oft genug machen. Ich hab mit den Einzelschnittordnern angefangen, weil ich im Hinterkopf hatte, daß da noch irgendwas schlummern musste. Und siehe da, nicht nur daß da einer auftauchte, von dem ich neulich dachte, den könnte ich auch mal kaufen, sondern dann fiel mir dieser wieder in die Hände:


Simplicity 3749, ein Hauskleid-Schnitt aus den Fünfzigern. Ein echtes Schätzchen das ich gezielt gesucht hatte. Cat hatte dieses Kleid schon mehrfach genäht und gezeigt und eins auf der Annäherung getragen, ein wunderbares Kleid! Vielleicht hätte ich mir den Schnitt auch leihen können, aber manche Sachen möchte ich gerne selber haben und so habe ich bei einer günstigen Gelegenheit mal zugeschlagen. Dieser Schnitt gehört nämlich zu den eher begehrten Vintage-Schnitten und wird sehr teuer gehandelt (an die 40€ kann man dafür schon ausgeben...).
Dafür ist er nicht in meiner Größe und ich muss ihn erstmal anpassen, aber dafür habe ich ja meinen Basisschnitt.
Meine diesjährigen Kriterien für ein Weihnachtskleid sind: stilltauglich, also Knopfleiste oder Wickeloberteil, und ein bisschen Glamour. Und lieber keinen einfarbigen Stoff. Ich hatte kurz angefangen die ersten WKSA-Beiträge nach Inspiration zu durchforsten, aber nach 10 Blogs war noch kein stilltauglicher Kandidat dabei, da hab ich das schnell aufgegeben. Zum Bloglesen komme ich dieses Jahr einfach nur rudimentär, ist halt so.

Zu diesem Kleid passten jetzt alle die ausgesuchten Stoffe nicht sooo gut, fand ich. Dabei hatte ich mir Neukaufen streng untersagt, ist ja genug Material da, so im Prinzip. Aber nur mal gucken wird ja wohl erlaubt sein, oder?
Bestellt hab ich dann diesen hier *räusper*:


Das ist ein Jersey, das wird also ein bequemes Weihnachtskleid, das passt gut zu den Feiern in unserer Familie.
Das Anpassen des Vintagschnittes (also des Schnittmusters, ich passe das meiste vor dem Zuschneiden an) wird sicher kein Spaß, deswegen bin ich froh, daß mich der Sew-Along da motivieren wird dran zu bleiben. Und jetzt muss ja der Stoff auch erstmal kommen.
Zu einem Probekleid wird es wahrscheinlich eher nicht reichen. Lieber versuche ich mich an einem zweiten Kleid, vielleicht für Sylvester. In der neuen Knip ist ein sehr schöner Schnitt drin, der mich gleich angelacht hat:


Aber den Plan schiebe ich mal auf die sehr eventuell Liste, da gibt es vorher noch eine Menge anderes zu tun...

Alle anderen Weihnachtskleidsüchtigen finden sich hier auf dem MMM-Blog


19.11.14

MeMadeMittwoch am 19.11.2014


Heute kann ich endlich mal wieder ein neues Kleid ausführen. Zugeschnitten hatte ich es schon vor Wochen, aber schnell schnell wie es manchmal gehen muss hatte ich am Vorderteil vergessen Weite zugegeben und dann vermutet, es könnte so nicht zu meiner stilltechnisch grösseren Oberweite passen. Überprüft hatte ich das aber nicht und so lag das Häuflein abgeschrieben im Nähzimmer.



Bis zum Nähkränzchen letzte Woche, da nahm ich mich seiner doch mal an. Und siehe da, geht doch! Die Knopfleiste so knapp wie möglich gehalten ist es jetzt sogar ziemlich weit an den Seiten.



Es handelt sich um ein Remake dieses Kleides und sogar der Stoff ist ähnlich rustikal kariert. Der ist von Stoff und Stil und lag schon eine Weile hier. Der schnellschnell gemachte Saum (eigenhändig abgepüstert) ist irgendwie doch schief, grrr.




Insgesamt gefällt mir das Kleid aber trotzdem sehr gut! Der Gürtel ist ein Bindeband eines anderen Kleides, passende schmale Gürtel sind eine echte Lücke in meinem Kleiderschrank.


An den Füssen habe ich meine neuen Schuhe von Think. Ich habe ziemlich schwierige Füsse  und bin immer auf der Suche nach verlässlichen Quellen für passende Schuhe (ich habe Hallux Valgus, da passt einfach nicht alles), Think scheint eine Möglichkeit zu sein, heureka!

Ansonsten experimentiere ich mit meiner neuen Kamera, die sich wie man sieht über das Handy fernauslösen lässt. Ganz zufrieden bin ich mit der Fotoqualität die hier auf dem Blog ankommt aber noch nicht, da muss ich noch ein bisschen rumprobieren.

Alle anderen Damen in selbstgerechter Kleidung treffen sich im MMM-Blog bei Nahtzugabe in einem wunderbaren Kleid (bei dem Schnittmuster könnte ich auch schwach werden...)

16.11.14

Hernst-Jacken-Sew-Along Endspurt

Was habe ich bis hierhin geschafft? Was fehlt noch? Brauche ich eure Hilfe oder einen Motivationsspritze? Ich bin schon fertig und zeige den Mantel auf der Puppe. Ich steh vor dem Futter und weiss nicht genau, wie’s weitergeht. Ich bin total verzweifelt und kurz vorm Hinschmeißen. 


Auf den letzten Drücker zeige ich Euch noch den aktuellen Stand der Jacke. Sie ist immer noch nicht ganz fertig, aber ich trage sie schon fleissig.
Der Saum sieht nur auf dem Foto katastrophal aus, eigentlich ist der jetzt ok. Nur ok sage ich, weil er nicht ganz so toll fällt wie ich mir das gewünscht hätte. Ich habe keine Vlieseline auf die Nahtzugabe gebügelt und frage mich, ob er dann weicher wäre, was ja irgendwie nicht logisch wäre aber rausfinden lässt sich das jetzt nicht mehr.
Einige hatten sich gesorgt wegen des zu kurzen Futters, ganz soviel zu kurz war es dann doch nicht. Ich hatte noch reichlich Nahtzugabe in der Taillennaht die ich rauslassen konnte, ich denke das hat geradeso gereicht. Zur Not hätte ich den Mantel kürzen oder ein Taillenband einsetzen können.



Leider legt sich die Kapuze nicht ganz so schön auf die Schulter, das liegt an der Kapuzen-Öffnung (dem Rand) glaube ich, wenn die weiter wäre würde sie die Enden vielleicht nicht so "einziehen", ich weiss es nicht genau. Ich hab da nämlich schon rumprobiert. Ich bin ganz schön kritisch, gell? Eigentlich mag ich die Jacke wirklich sehr gerne. Ein paar Details hätte ich nur gerne anders und die wollen nicht so wie ich will.



Vielleicht mache ich doch noch eine Auspolsterung in die Armkugel, die Falten stören mich.

Insgesamt ist das absolut eine schöne Herbstjacke. Und wie schon erwähnt, der Schnitt ist klasse, absolute Empfehlung! In meinem Fall ist alles bis auf die Kunstlederpaspel aus dem Vorrat gewesen, da kann man auch einzwei kleine Stimmigkeitskompromisse hinnehmen.


Tragebilder gibt es dann beim Finale. Alle anderen haben sich schon längst bei Dreikah verlinkt.

13.11.14

Hurra! Bald ist wieder Weihnachtskleid-Sew-Along!

Wir nähern uns mit großen Schritten dem Jahresende und damit auch dem für viele bestimmt schönsten Sew-Along des Jahres, dem Weihnachtskleid-Sew-Along!
Auf alle Fälle verspricht es wie immer Glamour pur, wir nähen uns zusammen mit viel Glitzer und Sternchen der weihnachtlichen Stimmung kurz vor dem Jahreswechsel entgegen, hach!
Dieses Jahr haben sich mit der zwischenzeitlich ins Weihnachtsparadies Übersee abgetauchten Frau Kirschenkind und Dodo, die ja schon mal Namenspatin für ein sehr beliebtes Weihnachtskleid war, ein ausgesucht kompetentes Duo bereit erklärt den Sew-Along zu übernehmen und so freuen wir uns gemeinsam auf den nächsten Sonntag, da geht es nämlich schon los, auf dem MMM-Blog. Darauf einen Glühwein. Oder Punsch, hoch die Tassen!



11.11.14

Rückblick Oktober

Nachdem hier ein relativ gemütlicher Alltag eingekehrt ist geht es jetzt mit der liebgewonnenen Rückblick-Gewohnheit weiter, wie war denn der Oktober?

geputzt: Jetzt steht das hier als erstes, sowas. Ich bin eigentlich kein Ordnungsfanatiker und putze auch äusserst ungern. Trotzdem habe ich, jetzt wo wir zu fünft sind und mir alle Welt bescheinigt, daß das doch ein großes Chaos sein muss zuhause (ist es garnicht, stelle ich immer mehr fest) versucht meinen "Haushaltspflichten-Plan" mal einer gründlichen Überarbeitung zu unterziehen. Falls man überhaupt vom Vorhandensein eines Plans sprechen konnte.
Ich wundere mich selbst, daß mich das Thema im Moment so beschäftigt, noch vor einem halben Jahr wäre ich glücklich ins Nähzimmer geflüchtet sobald das Haus still ist. Putzen und Aufräumen ging mehr so nebenher und vor allem wenn die anderen da waren. Jetzt habe einfach Sorge daß mir alles über den Kopf wächst, wenn ich nicht eine Form von Routine reinbekomme. Die Zeiten in denen Konstantin schläft und ich wirklich freie Hand habe sind begrenzt (auch wenn es schon wieder etwas besser geworden ist, weil er nicht mehr solange trinkt und sich auch mal von Leopold bespassen lässt).
Es war hier nie wirklich superdreckig oder so, finde ich jedenfalls, aber es gab z.B. immer einen Berg von aufgestauten Aufgaben, wenn sich Besuch angekündigt hatte. Und das hat mich sehr genervt, alles auf einen Rutsch machen zu müssen (bzw. durchaus dann auch wollen). Was gleich zum ersten Punkt führt: (Ich schreibe hier übrigens nur der Einfachheit halber in der Ichform, natürlich mache ich nicht alles alleine. Aber erstens muss es ja einer koordinieren und zweitens mache ich solange ich in Elternzeit bin doch mehr als mein Mann.)

Problem 1: Ich habe keine Lust mir alle Aufgaben auf einen wöchentlichen "Putztag" zu legen der dann total dafür drauf geht, zumal es bei unserem musikertypischen unregelmässigen Wochenablauf auch garkeinen Wochentag gäbe der dafür immer geeignet ist. Ich bin mehr so der "jeden Tag ein bisschen"-Typ.

Problem 2: Ich bin damit schlicht überfordert zu entscheiden, was jetzt am dringendsten gemacht werden muss, das hab ich in letzter Zeit immer mehr festgestellt. Z.B. wenn ich sehe, in der Küche müsste der Boden gewischt werden, aber die Fenster sehen auch ganz schön dreckig aus. Auf dem Weg in den Keller zum Putzsachen holen stelle ich dann fest, die Treppe müsste mal wieder gesaugt werden. Und warum sieht das Esszimmer schon wieder aus wie vollgestellt? Das Bad wollte ich doch seit Tagen schon putzen...usw. usf. So komme ich von Pontius zu Pilatus und werde vor allem gefühlsmässig nie fertig weil ich immer an die anderen Baustellen auch noch denken muss. Ich brauche eine genaue Vorgabe was ich wann machen soll, und gleichzeitig einen Überblick, daß die anderen dreckigen Stellen in den nächsten Tagen auch dran kommen, damit ich mir darüber keine Gedanken machen muss. Und das so verteilt, daß ich jeden Tag eine Aufgabe habe, die etwa in einer halben bis ganzen Stunde erledigt ist.
Ich habe sowas ähnliches schonmal versucht, da hatte ich mir jeden Tag einen anderen Raum vorgenommen. Das Problem hierbei ist, daß nicht alle Räume gleich oft dran sein müssen und daß man dann jeden Tag alle nötigen Putzsachen rausholen und wieder verstauen muss, logistisch ist das nicht besonders sinnvoll.

Problem 3 ist also, daß das so verteilt werden muss, daß alle Räume in einer sinnvollen Frequenz geputzt werden bzw. Arbeiten zusammengefasst werden müssen, die das gleiche Werkzeug brauchen.

Angeregt hatte mich zu diesen Überlegungen dieser Post bei Apartment Therapy (ein Zeitfresser-Blog mit viel zu viel Output, aber ab und an gibt es wirklich lesenswerte Posts):

Das mit den 20 Minuten ist wahrscheinlich optimistisch, aber vom Ansatz her passt es. Ich habe zunächst den Plan im Post für mich übersetzt abgeschrieben und angefangen ihn abzuarbeiten. Das Gute daran ist finde ich, daß neben den regelmässigen Tätigkeiten wie Bad putzen und so auch Dinge die eher nicht in einer wöchentlichen Routine wären vorkommen, wie z.B. Kühlschrank ausmisten, Schränke aufräumen u.ä. So muss man nicht noch zusätzlich daran denken (bzw. es ewig vor sich herschieben, wie ich es bisher gemacht habe...)


Nach 14 Tagen habe ich den Plan das erste mal für unser Haus abgeändert, inzwischen ein weiteres Mal, ich sauge z.B. besser stockwerkeweise, einmal die Woche Bad putzen reicht uns aus, die Kaffeemaschine braucht einen monatlichen Extratag usw. Wenn der Plan mal gut gut passt schreib ich ihn in Schönschrift ab. Oder Sticken wäre auch gut, so wie die Spruchtücher von früher.
Grundsätzlich finde ich das schon sehr angenehm so. Das meiste ist in etwa einer halben Stunde erledigt, das kriegt man gut zwischendurch mal hin. Natürlich schafft man es nicht jede Aufgabe gleich lang zu halten, aber das macht ja nichts. Und so kann man auch gut zweidrei Aufgaben hintereinander machen, wenn man mal nicht dazu gekommen ist.


Der grösste Vorteil ist für mich, daß auf dem Zettel steht, was ich machen soll. Wenn ich jetzt die Krümel auf den Treppen sehe, vertraue ich, daß bestimmt bald auf dem Putzplan steht, daß die Treppen gesaugt werden müssen und es stresst mich nicht weiter.



weggefahren: In den Herbstferien hatten wir insgesamt 5 Tage frei, also als Schnittmenge von den Schulferien und freien Tagen des Mannes. Da wir ja im Sommer nicht wegfahren konnten haben wir uns da ein bisschen Luxus-Urlaub gegönnt.
Ich hatte überlegt was wir in 5 Tagen im Herbst machen könnten, weit weg ging nicht, wollte ich auch nicht bei so einer kurzen Dauer, es sollte Spaß für die großen Jungs garantieren (der zumindest theoretisch ohne mich und Baby stattfinden kann) und nicht vom Wetter beeinträchtigt sein, ganz wichtig Ende Oktober. Ausserdem sollte auch ein gewisser bis großer Erholungsfaktor für uns Erwachsene dabei sein. Nicht ganz so einfach das alles zu kombinieren, Ferienwohnung kam nicht infrage, Verwandten- oder Freundebesuch auch nicht. Gelandet sind wir schliesslich in einem 4-Sterne-Familienhotel im Kleinwalsertal, eine ziemliche Ausnahmevariante, sonst ist das nicht ganz unsere Preisklasse, ähem. Aber für die 5 Tage angesichts des ereignisreichen Sommers war es eine gute Lösung. Sehr gutes Essen, wunderbares Ambiente, absolute Familientauglichkeit in der Ausstattung und im Service, wirklich sehr gutes Essen (erwähnte ich das schon?) und die Jungs waren den ganzen Tag irgendwie beschäftigt, auch wenn sie durchaus mal an der Playstation spielten, naja. Wir haben zuhause keine, da konnte man das ausnahmsweise tolerieren.


Im letzten Moment kam dann leider noch ein Erkältungsvirus mit auf Reisen der uns nacheinander erwischt hat und zumindest verhinderte, daß wir Wander-Touren unternehmen konnten wie wir das eigentlich vorhatten. Aber dank der All-inclusive Wellnesshotelumgebung mit 24 Stunden Getränkeautomaten (Kaffee, Tee in Dauerschleife) und vier sehr leckeren Mahlzeiten pro Tag war das auch kein großes Problem. Und die malerische Kulisse bei abwechselnd Germknödel bzw. Topfenstrudelverzehr bestaunen zu dürfen hat schon gut getan. Meist sass ich mit meinem Strickzeug in der Lounge, das weite Bergpanorama im Blick, das Baby in der Wippe neben mir oder auch noch auf dem Arm, der Kaffee- und Teeautomat war ums Eck. Ab und an auf die Uhr gucken, wann es wieder was zu Essen gibt...Dekadenz pur! Hach.


Ich war wirklich gespannt auf diese Tage, weil ich noch nie in einem solchen Hotel länger als zum Übernachten gewesen war. Mein Fazit ist, daß man sich das durchaus mal gönnen kann wenn es das Budget hergibt, es reichen sicher auch schon 3-4 Tage. Die Möglichkeit, daß die großen Kinder völlig selbständig im Hotel rumrennen können (und angesichts der ausschliesslichen Präsenz von Familien auch niemanden Stören) und daß man sich um nichts weiter kümmern muss tut einfach gut.
Für das nächste Mal würde ich mir aber schon wünschen, die Bergwelt etwas besser nutzen zu können.



genäht: Zu viel bin ich nicht gekommen, wie einen Post zuvor erwähnt ist meine Peppernoot-Jacke fast fertig, so ein gefüttertes Stück ist ja schon einiges an Arbeit. Ausserdem habe ich einige Sächelchen für Konstantin genäht. Grundsätzlich werde ich nicht in einen Babysachen-Nährausch verfallen wie man das auf manchen Blogs verfolgen kann. Ich habe noch alle Sachen von den Großen und zu meiner Freude finde ich vieles davon auch immer noch schön. Die Lieblingshose war schon Lieblingshose bei Leopold vor 9 Jahren. Ich hatte damals das meiste second-hand erstanden, aber in den Minigrößen zu Beginn verschleissen die Sachen ja praktisch nicht. Wozu also selber nähen? Ist ja noch alles da. Nur einzelne Teile wollte ich ergänzen, so habe ich zwei Hosen nach dem Ras-Schnitt genäht, weil mir die Nicht-Jerseyhosen irgendwie zu steif waren. Und ein Pullileinchen (die Sachen sind so klein...) nach dem Schnitt aus der November-Burda gab es auch, da war mir danach. Praktisch ist, daß ich durchaus einiges an Resten habe, was nicht mehr für Shirts für die Großen reicht aber für Babysachen natürlich schon. Vielleicht krieg ich ja doch noch was weggenäht was zum Wegschmeissen zu schade war, da freut sich das sparsame Schneiderlein!


Den Elefanten-Overall habe ich nach einem sehr beliebten Gratis-Schnitt einer holländischen Kinderzeitschrift genäht. Den Stoff (mit meinen eigenen Elefanten) habe ich vor Jahren mal bei Spoonflower bestellt, leider wollten meine Jungs dann keine Schlafanzüge daraus, seitdem liegt er rum. Jetzt bin ich hochentzückt, daß er doch noch zu Ehren kommt. Die meisten meiner Babysachen sind eher hell und schlicht, da ist dieser Anzug echt der Knaller. Ich hab die Bündchen an den Beinen falsch gemacht, bzw. schlicht vergessen. Vielleicht nähe ich noch welche dran, wenn er zu kurz wird. Auf jeden Fall werde ich noch weitere Overalls nach dem Schnitt nähen, der ist echt Zucker!



gestrickt: Meine graue Something Silver Jacke ist schon eine Weile fertig, die trage ich immer zum Frühstück, ist aber noch nicht gebloggt, kommt noch. Angefangen habe ich Victoria von Amy Miller
in dunkelblauem Baby-Alpaca-Silk von Drops. Bisher strickt sie sich ganz gut, leider ist das Muster keins von denen, die man bald auswendig kann. 

29.10.14

MeMadeMittwoch am 29.10.2014 aus Hirschegg

Ein kurzer Gruß aus Österreich, wenn ich schonmal so eine schöne Kulisse zu bieten habe! Die Auswahl an stilltauglichen Kleidern ist im Moment noch ziemlich eingeschränkt, es kommt mir jedenfalls so vor als ob ich ständig das gleiche anhätte. Dieses Kleid habe ich erst vor wenigen Wochen gezeigt (den Link spare ich mir jetzt, die Blogger-App ist eher rumpfmässig ausgestattet...)


Leider habe ich die Sonnenstunden auf der Terrasse knapp verpasst, aber dank Photoshop stehe ich nicht mehr ganz so im Schatten. Morgen geht es schon wieder heimwärts, schön war es hier!


Alle anderen im MMM-Blog, (http://www.memademittwoch.blogspot.de/2014/10/me-made-mittwoch-am-29-oktober-2014-mit.html) heute mit der fröhlichen Sanni als Gastvorturnerin. 

Herbst-Jacken-Sew-Along Teil 3: Zwischenstand

Gemütlich in der Hotellobby sitzend (wir gönnen uns ein paar Tage Alpenpanorama) mache ich mich mal schniefend (Schnupfen) an den HSJA-Post. Wir treffen uns diese Woche bei chrissie:  
http://chrissys-naehkaestchen.blogspot.de/2014/10/herbst-jacken-sew-along-2014-teil-3.html

Die Themen sind:

Wie weit bin ich bisher gekommen? / Welche Probleme und Hürden tun sich auf? / Mein Probeteil sitzt, jetzt geht es an das "richtige" Stück! / Ich bin schnell und habe den ersten Mantel schon fertig und fange jetzt einen zweiten an. / Hilfe ich habe noch (fast) gar nichts gemacht, kann ich das trotzdem noch alles schaffen? 

Zu 1: die Jacke ist fertig. Also nicht.
Zu 2: Merke: Wenn man am Aussenstoff unten eine Handbreit zugibt, sollte man das gleiche beim Futter zugeben.
Zu 3: Sitzen tut sie tatsächlich gut.
Zu 4: Der Plan war, die Jacke im Kurzurlaub auszuführen, dafür hab ich mich echt beeilt, am letzten Abend noch eine Nachtschicht eingelegt und die letzten Handnähte auf der Autofahrt gemacht. Aber leider, s.o., das Futter ist zu kurz! Das muss ich nochmal aufmachen. Miste! 

Aber da wir ja erst mitten im Sewalong sind hätte ich sowieso keine fertigen Bilder gezeigt. Dafür ein bisschen making of:


Beim zusammensuchen der Zutaten wollte ich soviel wie möglich aus meinem Vorrat nehmen. Deswegen passen die Grüntöne nicht perfekt zueinander, aber es geht ganz gut so bzw. stört mich nicht.
Kopfzerbrechen hat mir die Paspel gemacht die ich in die geschwungenen Schulterpassennähte nähen wollte. Einfache Stoffpaspel schien mir nicht stimmig vom Material her. Aber kann man Leder nehmen oder wird das zu dick? Ich habe keine Erfahrung mit Leder.
 Echtes Leder hätte ich bestellen müssen, daher habe ich es erstmal im örtlichen Handel probiert und nach Kunstleder geschaut. Dunkelgrün habe ich gefunden und gekauft.


Die Bilder lassen sich am iPad nicht tauschen, hier sieht man zunächst mal den ersten dummen Fehler, Reißverschlüsse unterschiedlich rum eingenäht. Was man nicht sieht ist, dass ich die Korrektur dann auch noch ungeschickt gemacht habe, beide öffnen sich jetzt von unten nach oben. Aber das MACHT JA NIX!


Einige von euch interessiert bestimmt die Erfahrungen mit dem Schnittmuster von waffle-patterns. Grundsätzlich finde ich es sehr gut. Das Schnittmuster umfasst Schnitteile für Aussenstoff und Futter, man hat also eine Menge zu Kleben. Im Schnitt sind Nahtlinien und Nahtzugaben gezeichnet, man kann dann die bevorzugte Variante ausschneiden. Ich habe die Nahtlinien ausgeschnitten. Bei meinem Rückenfutterteil fehlte dadurch die Bewegungsfalte, kann sein, dass die bei der Nahtzugabe dabei war.
Ein Fehler war (noch, das SM ist ja brandneu) in meinem Schnitt: die Tasche ist falschherum auf dem vorderen Mantel-Schnitteil eingezeichnet, so herum kann man da nicht reingreifen. Einmal Trennen, das war zu verkraften.
Meine Taschen habe ich mit dem hellen Futter verstürzt,das erleichtert das in Form bringen und beim in die Tasche greifen fühlt man Baumwollstoff, der braune Stoff ist nämlich ziemlich kratzig. Das Rausblitzen des hellen Futters ist Absicht. 


Auch die Ärmel ließen sich gut einsetzen, besser als ich es schon manches Mal hatte. (Die Fältchen sind sicher meiner Schlamperei geschuldet, außerdem habe ich die Ärmelkappe nicht gepolstert.)
Hier sieht man auch endlich die Kunstlederpaspeln. Die Arbeit mit dem für mich total ungewohnten Material ging besser als gedacht, es ließ sich auch doppelt sehr gut nähen. Ich hatte die Paspel mit einer selbstgemachtes Kordel aus BW-Garn gefüllt, hätte ich nur den einfachen Faden wie sonst für Paspeln aus Stoff genommen wäre sie sicher nicht plastisch geworden. Damit sie sich gut in die Rundungen schmiegt muss man natürlich die Nahtzugabe auf ganzer Länge gründlich einknipsen, ansonsten ist sie aber nicht zu steif wie befürchtet.




Ein Zwischenstand, noch ohne Kapuze.
Und unten ein Bild von der Fahrt wo man das schöne Futter auch mal sieht.