15.5.13

MeMadeMittwoch 15.5. und MeMadeMay Day 9-15

Die zweite MeMadeMay-Woche ist rum, mittlerweile geht das Hochladen der Fotos noch schneller. Erstaunlich, ich finde wirklich flott ein Foto (meist knipst mein 7jähriger Sohn mit dem Ipad, der wird auch versierter) was ich veröffentlichen kann. Ich hatte lange Probleme, Bilder von mir selber in Gänze (also mit Kopf, aber keine Angst, ich Rolle das Thema hier nicht neu auf) in meinem Blog oder sonstwo gerne sehen mag, offensichtlich übt das regelmäßige Posen auch im angemessenen Fotoblick, heureka!

 Heute trage ich mein Pseudowickelkleid nach einem Knipsonderheft aus dem flutschigen Jersey, den ich immer noch etwas zu teuer finde. Interessant, dass das Schnäppchen- oder Nicht-Schnäppchen-Gefühl auch nach längerer Zeit nicht nachlässt.

Von gestern gibt es ein Bild vom Dienstoutfit, natürlich laufe ich nicht den ganzen Tag in schwarz rum. Übrigens trage ich leider im Alltag überhaupt kein schwarz mehr, obwohl ich mich in der Farbe eigentlich wohl fühle. Aber sie ist mit 'Arbeiten' besetzt, ich kann das nicht mehr trennen, schade.

Diese Tage, an denen man morgens irgendwas anzieht sind schwer zu dokumentieren, es gibt keinen vernünftigen Zeitpunkt für ein Foto, oft schminke ich mich auch nur notdürftig (Sodom und Gomorrha, also wirklich!) da muss dann die Püppi herhalten. Heidijacke mit Ringelkleid, das geht gut für den Kindergarten Bring- und Holdienst.

Das grüne macht allerdings schon wg. Der Farbe was her, aber das hab ich im Mai ja schon angehabt. Wiederholungsfotounlust am Sonntag.


Samstags zum Dienst im Weihnachtsprobekleid, das trage ich oft und gerne.

Freitags sollten wir Fotos in unserem Näbereich machen, voila eine halbwegs aufgeräumte Ecke. Außerdem im Bild: Die unfertige Himmelfahrtskommando Lady Grey-Jacke. Das wird noch was mit der Jacke, aber den Saum kann ich so nicht lassen, da muss ich nochmal ran.

Donnerstag im Rosenknotenkleid und Billigsonnenbrille. Dieses Kleid ist wirklich großartig, der Stoff war total billig und er flust auch schon ein bisschen, aber das Muster macht einfach gute Laune! Die Leggings trage ich übrigens nicht nur aus akuter um-die-Beine-Kümmernisse als auch wegen der Temperaturen *bibber*.
 

Danke fürs Gucken! Alle anderen MeMadeMittwoch-Teilnehmerinnen sind mit Wiebke als Vorturnerin hier zu finden, zur Flickr-Gruppe des MeMadeMay13 geht es hier entlang


 


 


 


 


 


 

12.5.13

Einen schönen Muttertags-Sonntag wünsche ich Euch!

Heute habe ich frei, der Aufruhr ist abgeebbt, hier sind alle gesund und wir sind mit der Familie zusammen. Ok, das Wetter könnte besser sein, aber da sind wir dieses Jahr ja Kummer gewöhnt, was soll's, also Zeit zum Entspannen, wie schön!
Für meine Mutter habe ich heute morgen diese kleine Schachtel bestickt. In ein paar Jahren zeige ich die meinen Söhnen und hoffe auf Nachahmer, ich finde die nämlich selbst sehr niedlich. (Und, auch wenn man das ganze Jahr seiner Mutter dankbar sein soll, und das bin ich sicher, und die eigentlichen Nutzniesser des Muttertags die Süsswaren- und Floristikbranche ist, finde ich es doch schön, ihr heute etwas zu schenken.)
Habt einen schönen Tag!


11.5.13

Zur aktuellen Lage...

...könnte ich nichts lesenswerteres schreiben als Melleni von talentfreischön, deswegen lege ich euch ihren Artikel ans Herz.

http://talentfreischoen.blogspot.de/2013/05/ist-das-huhnerei-politisch-gedanken-zu.html?showComment=1368256786037

Ich habe dem wenig hinzuzufügen. Was nicht heißt, dass es diesbezüglich oder darüber hinaus keinen Diskussionsbedarf gibt, was sich dort und bei Cat in den Kommentaren gut verfolgen lässt.
Viele Grüße, Eure Katharina

8.5.13

MeMadeMittwoch 8.5.13 und MMMay13 Days 2-8

Liebe MMM-Gemeinde, es folgen 7 Fotos mit ollen Kamellen. Oder, nee nicht ganz, das eine war bisher nur im letzten Post zu sehen, ist also noch brandaktuell.
Eine Woche MMMay13, und, wie war es? Ganz ok. Es gibt Tage, da würde ich mein Outfit nicht unbedingt als Internettauglich bezeichnen, aber was solls. Immerhin ist es ehrlich.
Der Aufwand hält sich eigentlich in Grenzen, jeden Tag ein Bild für den MMMay13 hochzuladen ist kein Problem, dank Smartphone oder Ipad lässt sich ein Bild schiessen und direkt irgendwohin laden, in diesem Fall Flickr (hier gehts zur MMM13-Gruppe), das dann bei Blogger widerum zusammen zu fassen ist im Moment ein ziemlicher Wirrwarr, die Bloggerprogramme sind nämlich noch nicht besonders ausgereift und da mein Mailprogramm spinnt, kann ich keine Fotos aus Emails auf meinen Rechner bringen. Großes Tennis das alles. Aber jetzt hat es ja geklappt! Das ist auch der Grund von dem Schriftenchaos beim letzten Post, ich arbeite dran...

Für alle Überflieger: Hier geht es zum MMM-Blog, heute mit Meike, die auch beim MMMay13 dabei ist.

Die erste olle Kamelle ist von heute, mein Blümchenknotenkleid, ein Alltime-Favorite, fast schon zu warm für den Sonnentag, aber im Orchestergraben heute morgen war es klimatisiert. Schuhe Clarks, Sonnenbrille: 5€-Ständer.


Gestern war so ein Tag an dem ich zu unsichtbar-Klamotten griff, schlecht geschlafen, bitte nicht angucken. Grau passte ausserdem toll zu dem strömenden Regen draussen. 
Knipkleid aus meliertem Jersey, sehr schlicht mit der Jacke von neulich und dem Schal von vor 2 Monaten. Die Stiefeletten sind meine Lieblingsschuhe, oll, bisschen abgetragen, regentauglich, Stichwort used-Look.


Das Wetter ist ja sehr aprilig, am Montag war noch strahlender Sonnenschein, wir waren im Technikmuseum Speyer, da gibt e u.a. große Lokomotiven. Ich trage das Kleid von Donnerstag, s.u.


Am Sonntag waren wir auch in Speyer, ist ja nicht weit. Mein Mann hatte Geburtstag, ich hab mein Lieblingskleid aus dem Schrank geholt.



Samstag war es noch kühler, grünes Wiebke-Kleid mit dunkelblauem Mantel


Freitag war mir nach blau-beere-grau, das Kleid hat den gleichen Schnitt wie das Lieblingskleid oben, die Jacke ist vom Frühlingsjäckchen-knit-along.




Donnerstag war mein neues Lieblingskleid fertig, superbequem dank neuerstelltem Basisschnitt, der Schnitt ist aus der Aprilknip von diesem Jahr, dazu die Heidijacke.



Danke fürs Gucken!

4.5.13

Mein Körper, meine Passform, mein Basisschnittmuster

Am Montag habe ich mir ein Basisschnittmuster erstellt, das hätte ich schon lange auf meiner inneren To-Do-Liste.
Ein Basisschnittmuster, man kann wohl auch Grundschnitt sagen, ist eine selbst erstellte Vorlage,  anhand dessen ich Schnittmuster auf die eigene Passform hin abändern kann.

Schon länger war ich immer mehr unzufrieden mit meinen Ergebnissen bei der Anpassung der Schnittmuster. Zu Zeiten, wo ich noch vorwiegend Jerseykleider nähte, war es mit einzwei Zentimeterchen mehr und weniger hier und da getan (fand ich zumindest), der fluffige Jersey tat sein Übriges, unbequem gibt es bei solchen Klamotten eher selten.
Mit der wachsenden Erfahrung steigen bekanntlich die Ansprüche, ausserdem nähe ich mittlerweile reichlich auch aus festem Stoff und komme mit Pi mal Daumen einfach nicht mehr weit. Ich kann schon Schnitte passformtechnisch verbessern, aber nach dem Zuschnitt sind nur noch marginale Änderungen möglich und neulich bei der Jacke wurde mir dann klar, ohne Fakten, genaue Maße und Vorlagen sollte ich einfach keinen mir unbekannten Schnitt mehr nähen wenn ich nicht Schiffbruch einkalkulieren möchte (oder Probeteile, was ich aber für Alltags für zu aufwändig halte). Besonders schwierig wird es, wenn ich von dem Hersteller noch nie einen Schnitt genäht habe oder bei alten Schnitten, sei es aus Zeitschriften oder als Einzelschitttmuster bei denen dann auch noch die gesamte Körpergröße anders ist und die Abnäher ganz anders sitzen als gewohnt. 


Um meine Passformprobleme mal beim Namen zu nennen (eigentlich sollte man nicht von Problemen zu sprechen, oder? Es sind ja nur Abweichungen von dem, was die Hersteller von Kleidung und Schnitten als "Norm" festgelegt haben, warum sollte das überhaupt mit unseren individuellen Maßen übereinstimmen.):



Meine Schulter ist höher und wesentlich schmäler, mein Brustpunkt ist wesentlich tiefer als in Standardschnitten. Die beiden Punkte bringen sich netterweise gegenseitig in Bedrängnis, der Armausschnitt wird nach oben gezogen, ausserdem fehlt mir vorne immer Länge, was wiederum hinten  ein zuviel an Länge erzeugt. Die nach oben gezogene Taillenlinie passt zum Glück vorne, aber hinten eben nicht, dadurch ist die Taillenlinie von der Seite betrachtet nach vorne ansteigend und im Rücken entstehen Falten (die evt. auch durch ein leichtes Hohlkreuz noch verstärkt werden).
Ausserdem ist die Taille im Verhältnis zur Brust zu weit und die Hüfte im Verhältnis zur Taille nochmal zu weit. Diese zwei Abweichungen sind noch verhältnismässig leicht zu regeln, ich lasse die Linien bei Mehrgrößenschnitten einfach zur größeren Größe verlaufen. Aber bei Einzelschnitten (alle alten Schnitte sind Einzelgrößen) muss man da auch basteln.
Im Rückblick betrachtet weiss ich jetzt, daß ich oft nur an den Auswirkungen rumgebastelt habe (Stichwort: Falten im Rücken) und die Ursachen mir garnicht bewusst waren. Den zu tiefen Brustpunkt konnte ich an Schittmustern mit mittlerem geraden Abnäher, wie Licorice leicht beheben, den kann man auch am fertigen Kleid noch kürzen, bei der Jacke hingehen ist nach dem Zuschnitt nichts mehr zu machen, ein geteiltes Vorderteil müsste ich vor dem Zuschnitt ändern.

 Natürlich könnte ich mich auch jedesmal beim Abpausen mit dem Zentimetermaß hinsetzen und an den neuralgischen Punkten kontrollieren und hier und da Punkte verschieben, aber es scheint mir doch viel praktischer, einfach eine originalgrosse Papiervariante zu haben. 

Mithilfe des Grundschnittes hoffe ich, vor allem schneller zu gut sitzenden Oberteilen zu kommen, die Rockteile sind ja eher selten das Problem und Hosen nähe ich im Moment keine.







Nach dem (gefühlten) Desaster mit der Jacke hab ich mich im Internet auf die Suche gemacht, wie so oft findet man vor allem in der englischsprachigen Welt einige interessante Seiten und als ich den Artikel "The Merits of a basic fitting Pattern"der englischen Zeitschrift "Threads" fand, war ich völlig begeistert, das war genau das was ich gesucht hatte! (Kann man sich ausdrucken)
Der Artikel beginnt da, wo man den gut sitzenden Basisschnitt schon erstellt hat, die Problematik nach dem Anpassen des Basisschnittes ist ja: Wie übertrage ich das jetzt auf ein fertiges Schnittmuster, wie gehe ich vor um das abzuändern? Neben der essentiellen Anleitung zum Verlegen von Abnähern wird auch erklärt, wie man durch übereinanderlegen von Basisschnitt und Schnittmuster die Abweichungen erkennt und wie man dann mit Schneiden und Falten angleicht. Mehrzugaben an Weite müssen je nach Schnitt und Design berücksichtigt werden, da wird man sicher auch Erfahrungen machen müssen. 
Jetzt brauchte ich eben noch den Basisschnitt, im Artikel "Sloper" genannt.





 Schon vor in paar Monaten ist mir dieses alte Beyer-Basisschnittmuster aus den in die Hände gefallen. Wie oben erwähnt hat es von der Grundidee eine andere Form als moderne Schnitte, vor allem an der Brust. So einen spitzen BH wie in den Sechzigern will ich nun nicht tragen, aber als Ausgangsform sollte der Schnitt wohl gehen. (Alternativ könnte man auch einen schmalen, schlichten Schnitt, z.B. von einem Etuikleid nehmen. Enger nähen kann man dann ja immer noch.)

Auch wenn die Brustabnäher vorne allesamt unbrauchbar sind, die heute garnicht mehr üblichen Schulterabnäher im Rückenteil finde ich bei meiner Figur sehr gut, ich habe nämlich oft zuwenig Weite im Rücken in Schulterblatthöhe.





Ich habe nach dieser Vorlage ein Schnittmuster zugeschnitten, ohne Ärmel zunächst, mit höchstmöglichem Halsausschnitt (um später Krägenlinien zu kontrollieren) und solange geändert und neu gezeichnet bis das hier dabei raus kam:










(Ich hoffe und glaube, de Falten auf dem Rückenteil sind nur von der Überdehung des Armes wegen dem Fotografieren...)
Es besteht aus vier Teilen, je Ober- und Unterteil vorne und hinten. Die Unterteile kann man für schmale Röcke nehmen oder für verlängerte Oberteile, die Teilungsnaht ist die Taillenlinie.

Zugeschnitten habe ich aus Bomull von Ikea, also eine einfache Baumwolle ohne Stretch. Für das Vorderteil habe ich 4 Versionen gemacht, bis es so war wie auf dem Foto, die anderen Teile waren schon beim  zweiten Versuch ok. Das fertige Oberteil ist eng, aber nicht unbequem. (Es hat einen Reissverschluss). Die Abnäher habe ich auf zwei verteilt, siehe Foto vom Schnitt, das finde ich am passendsten, kann man natürlich je nach Schnittmuster ändern. Eigentlich sind die Spitzen der unteren Abnäher immer noch zu hoch und im Brustbereich ist einen Tick zuviel Weite, aber ich war dann zu ungeduldig, ich wollte es jetzt endlich an einem Schnitt ausprobieren, verändern werde ich sicher noch weiter. Und den Ärmel muss ich noch erstellen.

Der erste Versuch war dann das Kleid im Vintagestil aus der April-knip, genäht habe ich aus Baumwollstoff, eigentlich ähnlich wie der Ikeastoff von der Haptik, nicht zu dünn (normale Leinwandbindung hat ja oft so eine leichte natürliche Elastizität).
Ich habe mir die Änderungen relativ schnell erstellt, die Schulterhöhe an meinem Basisschnitt abgezeichnet, die Abnäher und Seitennähte ebenfalls. Die überschnittenen Schultern ergeben die Ärmel, da hatte ich ein bisschen Sorge, daß das passt, aber die war unbegründet.





Das war die erste Anprobe, schon gut gell? *freu*

Minimal habe ich an der Schulter was rausgelassen, damit die Ärmel mehr Bewegungsfreiheit haben, alles andere hat gepasst, Taille, Rücken, keine Änderungen mehr nötig, toll! Wie gesagt, es ist ein bisschen zuviel Weite über der Brust, die nehme ich am Basisschnitt noch weg, aber bei dem Kleid stört es mich jetzt nicht.




Sitzt, passt, wackelt und hat Luft, so schnell habe ich das noch nie geschafft!(ausser bei Jerseykleidern...)

Das war jetzt viel Text, aber ich hoffe, es interessiert einige von Euch. Ich werde sicher weiter von meinen Erfahrungen berichten, der Start war schonmal sehr vielversprechend!









1.5.13

MMMittwoch 1.5.13 / MMMay Day 1

Huch, ist ja schon Mai! Merkt man garnicht, wenn man rausguckt...
Damit beginnt heute der MMMay, initiiert von So, Zo. Also ein all-in-One-post.
Ich trage heute mein gepunktetes, gemütliches  Knipkleid und weil es ja recht kühl ist hänge ich mir lieber den Nuvem-Schal um.
Für den MMMay ist man aufgefordert, eine 'challenge' auszuloben, also eine kleine Herausforderung, der man sich selbst für die Teilnahme stellen möchte. Da ich sowieso jeden Tag selbstgemacht gekleidet bin, wäre das alleine keine Aufgabe, also werde ich jeden Tag ZWEI selbstgemachte Sachen tragen. Ich dachte daran, Jacken zu den Kleidern zu kombinieren, soviel Auswahl gibt es da aber noch nicht. Evt. ist das dann auch mal Unterwäsche, die zeige ich dann aber vielleicht nicht ;-)
Und dann gibt es da noch diesen kleinen, frechen Hemdträger, der sehr gerne mit aufs Foto wollte. Gestern musste ich es nähen, das genöle war nicht mehr auszuhalten...jetzt ist der erste schonmal glücklich (Schnitt aus der ottobre 6/12)



Hello to my english readers, welcome to my blog!
My challenge for this MeMadeMay is to wear two items of clothing each day, so today i wear my Polka-dot Dress (knipmode) and because of the ugly weather outside i take my nuvem scarf (Martina Behm) with me. The smart guy on the second pic is my little son, who is totally in love with his new shirt (pattern: ottobre).

Alle memademittwoch Teilnehmer bei Melanie im wunderschönen Knipkleid sind hier zu finden, zur Flickr Gruppe mit den MMMay-Fotos führt dieser Link


 

28.4.13

Himmelfahrtskommando Teil 4

Geht’s voran, geht’s nicht voran? Sind Änderungen im Plan nötig? Kann jemand mir helfen?

Ich habe in der letzten Woche immer mal wieder an der Jacke gearbeitet und mittlerweile sieht sie so aus:


Auch wenn mich die Falte vorne beim Fotografieren etwas stutzig gemacht hat, eigentlich bin ich bezüglich der nötigen Änderungen (Schulter und Brustpunkt) bei der Anprobe sehr zufrieden gewesen. Die Puppe ist ja auch nicht ich. Ich hatte den Brustpunkt nach unten verlegt, das scheint geklappt zu haben, und die Schulter nach oben und schmäler gemacht. Dann gab es noch eine große Beule auf dem Rücken, verursacht durch die recht starke Rundung der Mittelnaht, die hab ich weggenäht.
Für die nächsten Wochen bleiben noch die Ärmel und der Kragen, das Futter mitsamt Futtereinnähen sowie die letzten Feinarbeiten, das sollte zu schaffen sein trotz der zahllosen Nebenprojekte. (Gestern kamen meine Kinder auf die Idee, karierte Hemden haben zu wollen. Ihr ganzes Leben haben sie sich bisher standhaft geweigert, irgendwas geknöpftes zu tragen und jetzt werde ich plötzlich halbstündlich gefragt, wann ich denn damit endlich anfange... Seltsamer Gesinnungswechsel. Und eigentlich wollte ich doch Sommerkleider nähen!)

Alle anderen treffen sich heute bei Steffi von 81gradnord


 


 


 

24.4.13

MMM am 24.4.13


 Heute im grünen Wiebkekleid und meinem neuen Jäckchen, aber...



...eigentlich KÖNNTE ich euch heute ein Jäckchen vorführen, was ich über dem grünen Kleid getragen HÄTTE. Und uneigentlich tue ich das jetzt einfach, immerhin hab ich sie heute morgen zum Auto und wieder zurück gebracht, also nur für den Fall, dass es kühl gewesen WÄRE. 
Hätte, wäre, könnte. Also wenn ich beim Zuschneiden etwas genauer geschaut, gemessen und kontrolliert hätte, dann wäre die Jacke vielleicht etwas passgenauer geworden und könnte damit zu einem echten Favoriten werden. Hab ich aber nicht und wird sie wohl auch nicht. Und genau genommen war es so auch nicht geplant. 
Ich habe bisher solche Jäckchen betreffend keine Meisterwerke vollbracht und wollte mehr so eine Art Teststück nähen. Dafür gab es einen lange abgelagerten Stoff aus dem Vorrat, den ich mehrfach schon fast aussortiert hatte, also ein echter Probierstoff. 


 
Den Schnitt der Jacke fand ich wegen des schlichten Kragens schön und hoffentlich unaufwändig. Aber, wahrscheinlich ist das typisch, im Laufe des Nähens entpuppte sich der ungeliebte Stoff als perfekt für dieses Jäckchen und der Schnitt dagegen reichlich arbeitsintensiv. (ich finde ihn eigentlich ganz zauberhaft, die Fältchen unten am Saum waren mir im Heft garnicht aufgefallen, die Länge, die abgerundeten Vorderteilkanten, sehr nett alles, ihn trifft wirklich keine Schuld)


Das mit den Falten wurde dann tatsächlich eine echte Denkübung, ich wollte die Falten unbedingt mitsamt dem Futter gefaltet haben, aber das war wahrscheinlich nicht so vorgesehen. Es ließ sich nämlich nicht ordentlich zusammensetzen, die Tiefe der Falte ragte in ein angesetztes Futter-Teil hinein. Durch einen beherzten Schnitt in dieses Teil und reichlich Handarbeit hab ich es schliesslich verstecken können, aber bis dahin hab ich mir echt den Kopf zerbrochen, wie man das wohl am geschicktesten macht und in welcher Reihenfolge man am Besten vorgeht. Ich hab schliesslich alles fix und fertig zusammengesetzt, also auch Jacke und Futterjacke, den Saum genäht usw., aber einen Teil Seitennaht und die Naht oberhalb der Falten bei Aussen-und Innenstoff offen gelassen und das dann am Ende alles von Hand zugenäht. Die aufgesteppte Tasche fixiert dann netterweise diese Ecke:



 Gefüttert habe ich mit einem glatten aber recht steifen Stoff, den ich mal als Ballen bei eBay ersteigert habe. Die Steife tut dem recht fluffigen Oberstoff gut, allerdings musste ich noch ein gutes Stück Weite beim Futter rauslassen, weil der graue Stoff ein bisschen nachgibt und der blaue kein Stück, das unflexible Zeug.
Am Ende ist sie dann doch ganz hübsch geworden, aber an der Schulter ist sie zu knapp und der Brustpunkt ist auch nicht getroffen, da ist sie zu eng, sehr schade. Trotzdem tragbar, aber eben kein Lieblingsstück, ärgerlich. Und erstaunlich, dass doch jeder noch so fehlkaufverdächtige Stoff plötzlich genau weiß, was er werden will, in diesem Fall nach schätzungsweise immerhin schlappen acht Jahren oder so.

Schnitt: Patrones 243 von 2006
Stoff: Viskose-polygemisch von Karstadt.
Schuhe: Ecco


Alle anderen im MMM-Blog mit Lucy, die im kalten Berlin noch nicht ohne Jacke auskommt.


 

22.4.13

Himmelfahrtskommando Teil 3

Melde gehorsamst: Der Zuschnitt ist vollzogen! 
Also zuschneiden bleibt mühsam und irgendwie unerquicklich (oder macht dieses Häuflein schon hoffnungsvoll stolz? Irgendwie nur ein bisschen), jedenfalls bei so vielschichtigen Projekten wie gefütterten Jacken. 
Ich bin sehr froh, dass ich so weise war und die kennzeichnenden Buchstaben schön groß auf die Schnitteile geschrieben habe, sonst wär ich bei dem Wust an ähnlichen Teilen bestimmt schnell wahnsinnig geworden. Entgegen der Anleitung habe ich vor, auch die Schulterpartie und das gesamte mittlere Vorderteil zu verstärken, die Gabardine ist wirklich sehr fließend. 
Vor dem Zuschneiden habe ich versucht, den Brustpunkt an den Prinzessnähten etwas nach unten zu legen, keine Ahnung ob mir das gelungen ist (kennt jemand eine Anleitung dafür?). Das ist, neben der Schulter, ein Punkt, den ich wohl immer ändern sollte. Notfalls gibt die Nahtzugabe ja noch etwas Spielraum, ich bin gespannt. 




Alle anderen finden sich bei Alex , ich reihe mich reichlich spät ein...

19.4.13

The Great British Sewing Bee auf BBC

Küchenschlacht im Nähzimmer oder so ähnlich. Danke an Steffi von 81gradnord fürs Empfehlen, das ist ja ganz wunderbar! Die reden die ganze Zeit nur vom Nähen, und das im Fernsehen!!!
Interessante Aufgaben und strenge Juroren, ich bin gespannt wie es weiter geht.