2.2.16

Wee-Chickadee Jäckchen die Zweite


Sie wachsen ja sooo schnell aus allem raus!
Das Strickjäckchen hatte er wirklich oft an, im Herbst als Jacke, im Winter eher als Pulliersatz. Und er mag sie auch glaub ich gerne, wenn er es findet versucht er es anzuziehen, sehr niedlich!
Da musste jetzt mal die nächste Größe her.


Ich habe versucht viele Reste zu verbrauchen, das türkise und das grüne Garn sind jetzt wirklich leer, bis auf ein paar cm, das hellgraue ist zum Großteil der Rest von meiner grauen Strickjacke, dazu der Rest des ersten Jäckchens. An den Ärmeln hat das nicht gereicht, da kam noch dunkelgrau dazu. Die letzten Reste an den Ärmeln hab ich dann von beiden Seiten angefangen damit die Streifen gleich breit werden. Puh, man strickt und ribbelt, zieht beherzt Nadeln aus unfertigen Teilen, bei so kleinen Teilen geht das ja doch schnell. Am Ende hatte ich allerdings um die 50 Fäden zu vernähen...Und jetzt ist es doch ein bisschen zu kurz geworden, naja. Von dem dunkelgrauen Garn hab ich sogar noch ein bisschen, vielleicht strick ich noch ein paar cm dran.


Mir kam die Größenangabe in der Anleitung ein bisschen knapp vor. Ich stricke zwar immer ein andere Größe als angegeben, weil ich leicht dickeres Garn nehme (Strumpfgarn), aber die cm Längen von den Ärmeln und vom Rumpf habe ich für zweijährige genommen und das war viel zu kurz. Und Konstantin ist ja erst eineinhalb. Also da sollte man genau abmessen oder anprobieren, reinwachsen ist ja eigentlich die beste Option.
Muss ich wohl bald die nächste stricken!


Wolle: Baby Merino von Drops, verschiedene Reste Strumpfwolle
Änderungen: Am Hals- und an den Ärmelbündchen ein paar Maschen abgenommen.

22.1.16

Rückblick '15, Ausblick '16 und ein neuer Quilt!



Er ist fertig!!! Mein erstes fertig genähtes Teil 2016 ist tatsächlich der Ocean Waves Quilt! Verzeiht die Bilderflut, aber ich bin megastolz. Ich finde ihn so toll!


Zur Geschichte dieses Quilts: Angefangen 2011 mit dem Zuschneiden. Ich weiss noch, daß ich lange zuvor schon rote Stoffe gehortet hatte, der Plan diesen Quilt zu nähen existierte schon länger. Ein zweiter Post zu der Arbeit daran erschien 2012. Ich habe immer mal wieder daran genäht, aber so interessant sind die Zwischenberichte ja dann auch nicht.


Das Muster Ocean Waves ist eigentlich ein klassisches, ich habe mich genau an die Anleitung aus diesem Buch gehalten:

The American Quilt Story: The How-To and Heritage of a Craft Tradition : Step by Step Directions for 30 Antiques Quilts von Susan Jenkins und Linda Seward. 

Man näht bei dieser Anleitung die Blöcke als Quadrate und Dreiecke (für den Rand) zusammen und stellt diese beim Zusammensetzen auf die Spitze. Ein Block besteht also aus einem weissen Quadrat mit einem Kranz von weissen und roten Dreiecken, für den Rand das ganze einmal diagonal geteilt.

Das Zusammensetzen der vielen Dreiecke ist ziemlich komplex, (man denkt zwar zunächst, man könnte alle Dreiecke einfach zu Quadraten zusammen nähen und dann Reihen bilden, aber das geht nicht, dann hätte man Nähte um die Ecke) deswegen ist es bei genauem Hinsehen auch nicht so superordentlich. Ich habe bei Flickr gesehen, daß es auch eine Methode gibt, bei der man Blöcke erstellt, die je zwei große weisse Dreiecke auf der Seite haben. Die sind sicher simpler zusammenzusetzen, haben allerdings dann ein viergeteiltes weisses Quadrat.



Im Original wurde nur zwischen farbigen und hellen Stoffen unterschieden, dazu kamen leuchtende Dreiecke jeweils in der Mitte der Aussenseite der Blöcke. Hier habe ich als Kontrast zu den roten und weissen Stoffen gelb und orange gewählt.
Die roten Stoffe sind querbeet aus der ganzen Welt, kann man fast sagen. Manche habe ich extra gekauft, andere sind Reste, eine ausgemusterte Hose ist auch dabei, genau wie eine aussortierte weisse Bluse bei den weissen Stoffen, ein paar Erbstückchen und sogar einzwei von meinen gelben Elefanten.
Beim Zusammensetzen habe ich mir große Mühe gegeben, nicht zu oft gleiche Muster nebeneinander zu bekommen.


Die Decke ist quadratisch und das hier ist genau die Mitte, die ist mal schön geworden.


Ich liebe es, wie das Auge ständig rauf und runter gezogen wird. Eigentlich sieht es aus als ob der Quilt glitzert.


Ich habe lange überlegt, wie ich ihn quilten soll. Ich würde ja gerne mal Freihandquilten ausprobieren, fand dann die Idee aber ausgerechnet bei diesem nicht so toll, er ist nämlich sehr groß, 90x90 inch, also etwa 2,25x2,25m.


Ich habe auch kaum Beispiele gesehen die nicht mit geraden Linien waren, die mir gefallen haben. Also habe ich die weissen langen Seiten mit etwa 1/4 inch Abstand nachgenäht. Immer im Quadrat um die Blöcke herum. Am Rand dann ein simples verschlungenes Bändermuster. Dafür habe ich mir eine Pappschablone gebastelt und die Linien vorgezeichnet.



Auf die weissen Quadrate habe ich Freihandblumen gequiltet. Naja, handgemalt eben ;-)



Hach!


Als Binding fand ich einen Bumenstoff von Heather Bailey, der Kontrast mit dem beigen Hintergrund und den grünen Tupfen gefällt mir sehr gut.


 Und der Vollständigkeit halber noch die Rückseite. Ich hätte eigentlich komplett Rosalie nehmen sollen. Aber der Punktestoff musste weg, der ist leicht verfärbt, hier ist er gut eingesetzt.


Nochmal in voller Pracht.

Das Bild hatte ich noch auf dem Tablett, beim Bindingannähen gab es ein Fotofinish. Das hätten kaum zwei mm weniger sein dürfen...

Rückblick 2015

Wenn ich zusammenzähle, finde ich es schon beeindruckend, aber gefühlt habe ich letztes Jahr sehr wenig genäht:
Es waren 13 Kleider, ein Quilt, zwei Jacken, zwei Taschen, ein Kissen. Dazu zwei Strickjacken für mich.
Für Konstantin habe ich auch einiges gemacht, so eine in zwanzig Minuten zusammengeschusterte Hose ist schneller angezogen als gebloggt... das Strickjäckchen lieben wir alle sehr, er bekommt gerade eine neue in größer.
Wie ich glaube ich schon geschrieben habe kam erst so nach dem Sommer meine alte Energie wieder, inzwischen mache ich sogar wieder regelmässig Sport, was unglaublich gut tut. Irgendwie hatte ich mit dem Joggen fast schon abgeschlossen, weil ich ein bisschen Probleme mit meinen Knien habe. Aber siehe da, alles wird einfacher wenn man sich überwindet und einfach mal losläuft und inzwischen geniesse ich es total. 
So langsam freue ich mich darauf Konstantin hoffentlich bald mal in den Kindergarten geben zu können. Ihm würde das sicher großen Spaß machen, er hat ja hier auch immer viel Leben mit seinen zwei großen Brüdern. Und dann hätte ich morgens wieder ungestört Zeit, wenn ich keinen Dienst habe, Nähmaschine, ich komme!
Seit Oktober arbeite ich wieder, auch darüber freue ich mich, meine Kollegen habe ich vermisst. Ab April werde ich von 50 auf 70% aufstocken, das passt bei uns im Dienst gut und zuhause können wir das mehr an Gehalt auch gut brauchen. Oboe üben muss ich natürlich auch, das mache ich meistens nachts. 

Die Sache mit den Bienen
Im Sommer fiel noch eine Entscheidung die mich ziemlich beschäftigt hat, ich möchte dieses Jahr Bienen halten!
Und das kam so: Letztes Jahr gab es ja die Landesgartenschau in Landau und dort gab es einige Tage einen Infostand des Fachzentrums für Bienen und Imkerei Rheinland-Pfalz. Im Prinzip kann man sagen, daß sie dafür Werbung machten, Imker zu werden. Am Stand war eine sehr junge hübsche Frau (Irgendwie war das immer so ein Männerding für mich gewesen, peinlich, oder? Jedenfalls war das ein sehr überzeugende Idee, da nicht den Chef hinzustellen. Wobei der auch sehr nett war, er war in der Nähe) die mir anhand von Tafeln zeigte wie es in einer Beute (Bienenkasten) so aussieht und mir alle meine Fragen beantwortete. Tatsächlich hatte mich das Thema immer schon interessiert, oder sagen wir, es war mir sympathisch, ich esse sehr gerne Honig und weiss um die Bedeutung der fleissigen Tierchen. Nur auf die Idee, daß ich selber welche halten könnte war ich nie gekommen. Ich habe auch keinen Imker im engeren Bekanntenkreis (dachte ich jedenfalls), dem ich mal über die Schulter geschaut haben könnte oder so. Also ehrlich gesagt fand ich diese Idee zunächst selbst fast etwas abgefahren, aber ich war schnell ziemlich angefixt. 


Internet sei dank habe ich dann erstmal alle verfügbaren Seiten gewälzt, mich halbwegs eingelesen, kam von Beutenart (die Bienenkästen gibt es in verschiedenen Formen und Maßen, sie heissen Beute) zu Bienenrasse, Halteformen (von herkömmlich bis demeter) und was es noch alles für Themen rund um die Imkerei gibt. Toll ist, daß man wirklich etwas für die Natur tut, im Prinzip nützt einem ja der schönste Apfelbaum nix, wenn keine Bienen zum Bestäuben da sind. Ausserdem kostet die reine Betreuung der Bienen nicht viel Zeit, die meiste Zeit muss man sie in Ruhe lassen. Und das Leben dieses fleissigen Staates ist hochinteressant und eindrucksvoll. Seit ein paar Jahren hat sie in unseren Breitengraden einen Feind, eine Milbe namens Varroa, für deren Bekämpfung gehen folglich auch die wichtigsten Arbeiten aufs Konto.
Relativ schnell mekte ich, daß es im Jahr (Juli) schon zu spät war um quasi sofort mit der Imkerei zu starten, das fand ich zwar schade, war aber wahrscheinlich besser für die Bienen, haha! Also habe ich mich weiter damit begnügt Bücher zu lesen und langsam kristallisierte sich heraus, wie ich die Bienen halten möchte. Und wo, nämlich bei uns im Garten. Ja, das geht. (Sogar bis zu sechs Völker, aber soviel sollen es nicht werden. Nur eins bringt aber auch nichts, der Plan ist jetzt, erstmal zwei zu bekommen)
Und wie das so ist wenn man sich neu mit etwas beschäftigt, natürlich stellte sich dann doch heraus, daß der eine oder andere im Bekanntenkreis Bienen hält. Ein Mitsänger aus einem meiner Chöre hält Bienen, das stellten wir ganz zufällig fest, weil wir ein Grillfest bei uns hatten und er ein Buch herum liegen sah. Und dann bot er mir gleich an, Ableger zu machen und wird mir sogar Beuten bauen. Großer Zufall, großes Glück! Wenn alles klappt werde ich im April Bienen haben. Es werden Buckfastbienen in 10er Dadantkästen, für die die es interessiert. Zu Weihnachten bekam ich eine Anfängerausrüstung mit Schleier und Smoker usw. Und einen Kurs habe ich natürlich auch gebucht, der geht Anfang Februar los, ich bin schon total gespannt!
Ich werde Euch hoffentlich nicht mit zuviel Bienen-Content nerven, aber vielleicht wäre das ja auch was für eine von meinen Näh-Leserinnen. Bienen kann man auch in der Stadt halten!

So sind wir schon mitten im Jahr 2016

Neben dem dringenden Wunsch, wieder mehr zu nähen, vor allem für mich!, kam mir in letzter Zeit immer öfter der Wunsch nach einer neuen Nähmaschine. Vor allem nachdem Küstensocke diesen Post veröffentlich hatte, den ich so ziemlich genau so schreiben könnte, ich habe nämlich die gleiche Maschine. Und finde sie auch nicht so doll. Wahrscheinlich ist man, wenn man ordentlich Geld für sein Gerät ausgegeben hat nicht so gerne bereit, zuzugeben, daß man sie nicht so gelungen findet. So braucht es vielleicht etwas Anstoss von aussen, die Schwachpunkte zu benennen und sich da was zuverlässigeres zu wünschen. Natürlich habe ich auch garnicht soviel Vergleich, aber die Maschine die ich davor hatte, war besser, das war allerdings auch eine Pfaff. Nun gut, es ist Jammern auf hohem Niveau, von der Ausstattung ist die Maschine, eine Creative 2.0, ziemlich top, das musste ich jetzt bei meiner Recherche nach anderen Modellen erkennen. Um eine Maschine mit ähnlich viel "Features" zu bekommen muss man Geld in die Hand nehmen... Der Plan ist, die Creative zu behalten und als Stickmaschine weiter zu benutzen, das tut sie ja recht klaglos und gut, sie hat auch einen großen Stickbereich. Meine Suche gilt daher einer reinen Nähmaschine. Ich habe auch schon eine im Auge, mal sehen ob ich die mal unter die Finger bekomme, so in live. Ich werde berichten, das verdient einen Extra-Post.

Wer meinen Blog schon länger verfolgt, wird sich vielleicht erinnern, daß wir letztes Jahr eigentlich vorgehabt hatten das Dach zu erneuern und auszubauen. Nun, dazu kam es bisher nicht. Wir sind nicht die zügigsten was am Dranbleiben an solchen Vorhaben betrifft und die Handwerker scheinen auch nicht gerade eine Auftragsflaute zu haben, will sagen, denen muss man regelrecht aufdringlich hinterherlaufen und zwar allen. Nicht ganz mein Ding, aber es hilft nun nichts. Ich denke immer positiv und vermute, daß das alles einen tieferen Sinn hat. Wahrscheinlich kommen uns die besten Ideen erst jetzt, oder wir treffen jetzt ganz tolle Helferlein, die uns letztes Jahr noch unbekannt waren. Jedenfalls fangen wir schonmal mit dem Zimmer umräumen an. 
Um die Situation im OG zu entschärfen, werde ich, schnief, mein Nähzimmer räumen. Hach, ade Du schönes Kämmerlein... Naja, ich bekomme eine Ecke im Kellerzimmer, aka Musikzimmer. Dort kommt ein Sekretär, der sowieso nur als Schrank diente, weg und ich muss mich dort einrichten, eher über Eck, eine Seite Arbeitsbereich, eine Seite Schrank, vielleicht noch eine Kommode mit einer Schneideplatte? Immerhin direkt am Fenster. Mal sehen, wie ich das mit dem Platz hinbekomme. Den meisten Stauraum suche ich mir besser woanders...

Ich freue mich auf ein weiteres spannendes Bloggerjahr mit Euch! Danke fürs Lesen und bis bald, Eure Katharina

13.1.16

Memademittwoch 13.1.2016 Lieblingsstück

Herzlich Willkommen zu meinem ersten Post in 2016!


Heute geht es um das Lieblingsteil aus dem letzten Jahr. Der große Vorteil dabei ist, daß man theoretisch keine neuen Fotos für diesen Traditionspost braucht. Praktischerweise trage ich dieses Kleid samt der Lieblingsstrickjacke aber genau heute und daher habe ich noch das obige Beweisfoto für Euch. Mit winterlichem Dunkelheits-Gelbstich, Entschuldigung. Die nackten Beine auf dem Ersterscheinungspost machen uns sonst alle frösteln...(so langsam wird es sogar hier kalt, aber eine Rose blüht immer noch und Gänseblümchen sehe ich auch auf dem Weg zum Komposthaufen).

Es handelt sich um dieses Kleid, ein Vogue 1027


Der Schnitt ist einfach wunderbar, dazu wurde ja auch schon viel geschrieben. In Aubergine ist es toll und immer ein sicherer Griff aus dem Kleiderstapel.

Ausserdem liebe ich dieses Jäckchen sehr und habe vor es noch in weiteren Farben zu stricken. So kurz und klein wie es ist, geht das schön schnell (es ist kürzer als das Original). Es heisst Gweneth und ist von Cecily Macdonald.


Ich freue mich auf viele weitere Nähaktionen in diesem Jahr. Letztes Jahr musste ich gefühlt das meiste pausieren und hatte einfach nicht so viel Zeit zum Nähen. Das soll hoffentlich langsam einfacher werden. Jetzt muss zwar erstmal das Nähzimmer umziehen (ich räume mein Reich zugunsten eines Kindes, tja!) aber das wichtigste wird schnell wieder zugänglich sein, da bin ich sicher. Ich bin gespannt auf Eure Lieblingsstücke, die werde ich hier auf dem MMM-Blog nachlesen.

Alle Gute für das kommende Jahr, wir lesen uns!

20.12.15

Weihnachtskleid-Sew-Along Teil 5 Finale!

Heute ist ja schon Finale! Das Gute daran ist, das Thema Weihnachtskleid hat man damit schonmal erledigt. Mein Kleid ist fertig und ich hätte zwar gerne noch ein paar Goodies (BH, Unterkleid...), aber wenn die nichts mehr werden vor Heiligabend, dann werden sie halt was nach Heiligabend, so what!

20.12.2015 Teil 5
Finale
Fertig! Wir haben es gemeinsam geschafft. Wir haben alles gegeben und sehen einfach umwerfend aus.



Ich bin auch dieses mal zufrieden mit meinem Weihnachtskleid und werde es gerne tragen. So richtig umwerfend finde ich es aber nicht. Ich bin noch nicht ganz sicher, woran das liegt. Heute kam es mir ein bisschen langweilig vor. Und das Muster wirkt von ferne nicht so schön wie von nah. Oft ist es ja umgekehrt, komische Muster sehen von ferne toll aus, aber hier kommt das nette Blättermuster garnicht zur Geltung. Da kann dann auch der Schnitt nichts für! Und die Mittelnaht am Oberteil gefällt mir nicht, ich hätte sie weglassen sollen, Schlitz mit Beleg hin oder her...

Die Passform ist jetzt gut, aber ich fand so insgesamt musste ich einiges ändern, da wäre ich mit einem Knipschnitt schneller am Ziel gewesen. Vielleicht liegen die meiner Figur mehr, das soll keine Kritik an der La Maison Victor sein.
Ach egal, ich ziehe es trotzdem an. Schmuck fehlt noch! Und ich sollte nicht so müde gucken...
Wie findet ihr es? 



 


Die großartige Parade der Weihnachtskleider könnt ihr hier auf dem MMM-Blog bewundern. Gratulation und vielen Dank an alle Teilnehmerinnen!!!


13.12.15

Weihnachtskleid-Sew-Along Teil 4

-Dieser Post erscheint heute auch auf dem MMM-Blog, wo wir den WKSA dieses Jahr als Team betreuen -

Herzlich Willkommen zu Teil 4 des Weihnachtskleid-Sew-Alongs!
Mein Name ist Katharina, ich blogge unter sewing addicted und betreue den heutigen Termin am dritten Advent. Was beschäftigt uns denn diese Woche?

13.12.2015 Teil 4
- Fertig. Mit Kleid 1, 2 und 3. Jetzt kann ich noch ein Jäckchen stricken, eine passende Tasche nähen und die letzten Weihnachtskekse backen.
- Puh, ich habe die knifflige Stelle gemeistert und bin wahnsinnig stolz auf mich. Nie hätte ich das gedacht.
- Jetzt aber los. Die letzten Geschenke besorgen, das Weihnachtsmenü planen und natürlich noch das Kleid säumen.

                               


Die Momente, in denen ich gemütlich am Kaffeetisch sitzen und Tee trinken konnte waren diese Woche rar gesät, viel Dienst gabs und ein krankes Kind. Bei mir ist es also eher die mittlere Variante, eine schwierige Stelle, naja, habe ich gemeistert, dazu unten mehr. Gestern habe ich jedenfalls aller Arbeit zum Trotz die Pyramide angezündet. Und später alles wieder abgebaut, denn ich musste ja zuschneiden! Zur Erinnerung, ich nähe Harriet aus der La Maison Victor und habe schon einen Prototyp, den ich gerne trage. 


Zuerst habe ich auf allen Schnittteilen die letzten Änderungen markiert, am Saum habe ich ein Stück angeklebt, Augenmass ist hübsch, aber nicht so sehr präzise. Dann den Ausschnitt noch etwas tiefer gelegt, am Armausschnitt einen Tick zugegeben, an der Ärmelrundung auch. An der Taille ein wenig gekürzt.


Das Zuschneiden war etwas tricky, denn ich habe da irgendwie Fehldrucke an Stoff. Es war zwar viel Stoff da, aber ich konnte nicht alles einfach so nehmen, es gibt eine ganze Strecke, die dunkler ist als der Rest und manches ist irgendwie ungleichmässig. Aber so müsste es jetzt gehen, ich hab um die schlimmsten Stellen rumgeschnibbelt. Das war das gestrige Tagwerk.


Heute habe ich mich morgens ein halbes Stündchen an die Maschine gesetzt zum Versäubern. Erstmal nen Kaffee, gelle!? Dann Einlage aufbügeln...


...und durch die Ovi. Schwarz war netterweise eingefädelt, ein Glückstag.


Nachmittags durfte ich fürs morgige Kantoreikonzert proben, es ist ja schliesslich Advent. Und heute Abend habe ich mich noch ein Stündchen dran gesetzt, bis man was erkennen kann sozusagen. Das sieht schon ganz erfreulich aus, finde ich. Der Ausschnitt ist halbwegs symmetrisch, ich werde das am lebendigen Leib nochmal kontrollieren. Das zuviel an den Schultern ist in echt sehr ok, Püppi hat einen anderen Knochenbau als ich. Ich finde in ärmellos wäre das Kleid auch sehr schön, aber das ist wohl eher was für wärmere Tage.


Ich freue mich auf mein Weihnachtskleid! Das wird zu schaffen sein bis nächste Woche und hoffentlich schön. Und ihr so, wie weit seid ihr gekommen?

7.12.15

Weihnachtskleid-Sew-Along Teil 3: Mein Probekleid

- Das Probemodell ist genäht und passt. Jetzt geht es weiter.
- Nichts passt. Der Schnitt nicht zu mir, der Stoff nicht zum Schnitt. Hilfe!!!
- Ach, alles nicht so schlimm. Weihnachten hat 3 Tage, ich nähe jetzt das 2. Kleid.

Heute zeige ich Euch mein fertiges Probekleid, ich habe es schon einige Male angehabt und ich finde es hat sich bewährt. Es ist schwarz und man kann auf den Fotos nicht soviel erkennen, sorry. Es sitzt aber gut. Wie man bei der Schnittanpassung schon vermuten konnte (siehe letzter Post) ist das Oberteil einen Tick zu lang. Manchmal traue ich meinem eigenen Basisschnitt nicht so ganz, ich habe am Oberteil eine Überlänge von etwa 3cm dran gelassen. Also ein bis zwei cm werde ich für das endgültige Kleid davon noch wegnehmen. Es lässt sich aber auch so sehr gut tragen, es bilden sich halt nur leicht ein paar Fältchen in der Taillengegend.


Das Kleid hat Taschen, nie wieder Kleider ohne Taschen! An der Rocklänge habe ich ein Stück zugegeben, im Original ist es kürzer.


Ich hatte mich beim Schnittkopieren über die sehr schmale Partie oberhalb des Armlochs gewundert. Bei mir passt es jetzt, allerdings ist die Stelle schon etwas knapp. Zu dem Bereich am Oberteil kam dann noch eine sehr schmale Ärmelkugel. Ich habe mich beim Nähen gefragt, ob mit diesen zu knapp geschnittenen Teilen erreicht werden soll, daß sich der Ausschnitt auseinanderzieht? Ich bin gespannt wie das bei den anderen aussieht, die dieses Modell nähen. 


Allerdings habe ich einen tendenziell steifen Stoff, alles was etwas dehnbarer ist wird enge Stellen mehr verzeihen. Aber ich habe ja schon geschrieben, ich trage das Kleid gern, geht also trotzdem. Ich kann an der Stelle auch noch einen cm rauslassen.


Der Einfachheit heute mit Handyfotos, die werden etwas pixelig je größer ich sie ausschneide. Aber man kann unten doch ganz gut den Rücken erkennen. Da sind etwa so viele Fältchen wie vorne, passt also.



Kleid: Harriet aus der aktuellen La Maison Victor (Nov-Dez 15)
Stoff: Schwarzer BW-Stretch, etwa popelinedick

Alle anderen fleissigen Schneiderlein treffen sich seit gestern hier im MMM-Blog

23.11.15

Weihnachtskleid-Sew-Along Teil 2 Schnittvorstellung und wie ich einen Schnitt anpasse

Heute geht es um: 

 - Stoff- und Schnittvorstellung
- Hurra, ich habe genau den Stoff gefunden den ich mir vorgestellt habe. Der Schnitt passt auch  

   super dazu.
- Der Stoff ist toll, aber ich nehme doch lieber ein anderes Schnittmuster. Oder doch nicht?
- Was solls, ich kopiere den Schnitt und schneide gleich noch zu.
- Hilfe, der Stoff kommt nicht. Das Schnittmuster gefällt nicht mehr.

Ausserdem wollte ich Euch zeigen, wie ich die kopierten Schnittteile mit meinem Basisschnitt abgleiche.

Entschieden habe ich mich für diesen Schnitt aus der aktuellen La Maison Victor:

Ich bin mehr und mehr unsicher, ob ich wirklich noch dauernd neue Schnittmuster brauche. Hatte nicht die Knip auch genügend ähnliche Schnitte, daß ich mir so ein Kleid hätte nähen können? Oder sollte ich mich mal mit Schnitterstellung anhand von Grundschnitten beschäftigen?
Ach, aber so ein neues Heft macht halt Laune und es ist viel einfacher, einfach ein neues abzupausen anstatt lange rumzubasteln. Aber halt auch gefährlich, vor allem bei einem neuen Hersteller, mit dem man noch nicht viel Erfahrung hat.
Ich habe gute Erfahrungen mit meinem Basisschnitt gemacht und mache ausserdem bevor ich einen Streichelstoff anschneide irgendeinen Testlauf. Hier habe ich ein Probekleid genäht, in schwarz, das kann ich gut brauchen. Der Stoff lagert schon ewig im Schrank, ich glaube ursprünglich sollte er eine Hose werden, das muss lange her sein...
Es ist ein etwas stabilerer BW-Stoff mit etwas Stretch, wenn sich der Schnitt hier bewährt, taugt er für alles andere.
Das fertige Kleid zeige ich beim nächsten Mal, wie man sehen kann habe ich es schon angehabt, es ist also tragbar (sogar sehr schön!) Für den hinteren Beleg habe ich den Vögelchenstoff genommen, ein nettes Detail nur für zuhause.


Wenn ich also einen Schnitt abpause lege ich zuerst meinen Basisschnitt auf den Schnittbogen und schaue, welche Größe am ehesten hinkommt. Das funktioniert natürlich vor allem bei eher körpernahen Schnitten wie diesem Kleidoberteil. Bei weiteren Sachen ist es eher Glückssache, da könnte die Höhe des Armloches und die Schulterbreite z.B. ein Hinweis sein.
Im Fall des Kleides war ich ein bisschen erstaunt, daß der Bereich des Armloches sehr schmal zu sein schien. Normalerweise muss ich hier 2-3 Größen kleiner gehen, bei Knip z.B. fast Gr. 36 und an der Taille dann fast 42. Vor allem meine Schultern sind eher kurz, dafür aber sehr hoch. Hier war jetzt Größe 46 immer noch schmäler als mein Basisschnitt. Also habe ich 46 abgepaust und die ausgeschnittenen Teile aneinandergelegt (VT und RT bestehen aus je zwei Teilen, das macht den Vergleich auf dem Schnittbogen eher etwas schwierig). Darauf habe ich dann den Basisschnitt gelegt und Abnäherbreite, Taillenweite, Weite am Armausschnitt nochmal verglichen. 

Das ist das Rückenteil, wie ich es dann zugeschnitten habe. Das grüne ist der Maison-VictorSchnitt, das dunkle meiner. Angeglichen habe ich die Taillenweite, das war dann in Gr. 46 doch zuviel. Ausserdem nehme ich unten immer ein Stück weg wegen Hohlkreuz, das ist die leichte Rundung zur Rückenmitte. Grundsätzlich verfahre ich aber nach dem Prinzip 'wegnehmen geht leichter als hinzufügen', also lass ich lieber ein bisschen mehr stehen.
Was hier garnicht passt ist die Höhe der Teile, die Schulternaht verläuft bei Maison-Victor-Schnitt ganz anders als bei meinem Schnitt. 

Das Vorderteil, hier kann man sehen, daß das Teil am Armloch sogar noch schmäler ist als mein Schnitt und das bei Gr. 46! Gedanklich muss man den Abnäher im Armloch nach unten zur Seitennaht denken, Hauptsache erstmal die "Menge" an Abnäher stimmt. Und der Brustpunkt, den habe ich zwei Zentimeter runtergenommen.

Wegen den so unterschiedlich verlaufenden Schulternähten habe ich die Teile dann noch so zusammen gelegt und verglichen, das passte dann doch ganz gut, auf der einen Seite ist es am unteren Ende Armausschnitt zu weit, am anderen Ende zu eng, zusammen könnte das also gehen.

Das ist also meine sehr hausgemachte Methode, mich vor unschönen Überraschungen bei der Grössenwahl zu bewahren. Den Basisschnitt habe ich mir mal selbst erstellt, ein bereits erprobter gut sitzender körpernaher Schnitt würde es auch tun.
Ich wünsche Euch viel Erfolg beim Zuschneiden!

Alle anderen Weihnachtskleidlerinnen versammeln sich hier auf dem MMM-Blog

14.11.15

Weihnachtskleid-Sew-Along Teil 1: Rückblick und Inspiration

Ein neues Jahr, wieder ein Weihnachten, wieder ein Weihnachtskleid-Sew-Along auf dem MeMadeMittwoch-Blog! So gehört sich das. 

Heute geht es um Rückblick und Ausblick, ich mache heute mal einen etwas spartanischen Post, nicht lang rumschwadroniert, was hatte ich letztes Jahr an?


Letztes Jahr gab es dieses Kleid nach einem alten Simplicity-Schnitt. Ich habe es gerne getragen, den Schnitt finde ich nachwievor toll. Leider ist auch dieses Kleid aus dünnerer Viskose und mittlerweile ziemlich verzogen...

In den Jahren zuvor trug ich diese Kleider, die ich hier schonmal zusammengefasst habe:

Und was soll es dieses Jahr geben?
Diese Ideen habe ich: Butterick 5951, das war mal sehr verbreitet in Bloggerkreisen, Vogue 8873, das würde ich gerne mal nähen, ehrlich gesagt passen die zwei Stoffe aber beide nicht dafür.



Oder das auf dem Titel der neuen Maisen Victor abgebildete Kleid, das Heft habe ich bestellt:


Auch sehr interessant finde ich das Download-Kleid aus der neuen Brigitte, ein kleines Schwarzes von Guido Maria Kretschmer: Guido Maria Kretschmer Kleid



Ich würde sehr gerne einen der oben gezeigten Stoffe verwenden, beides etwas kräftigere BW-Stoffe mit leichtem Glanz, bisschen querelastisch. Den gepunkteten habe ich bei der Annäherung erstanden, er ist von Fashion for designers, den schwarzgrauen gab es irgendwann mal bei ebay.

Auf alles weitere bin ich sehr gespannt! 
Im MMM-Blog finden sich alle weiteren Teilnehmer